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DP: Nach der Wahl ist vor der Wahl
Premier Xavier Bettel, Parteipräsidentin Corinne Cahen und Generalsekretär Claude Lamberty freuen sich noch einmal über den Wahlsieg der DP.

DP: Nach der Wahl ist vor der Wahl

Foto: Gerry Huberty
Premier Xavier Bettel, Parteipräsidentin Corinne Cahen und Generalsekretär Claude Lamberty freuen sich noch einmal über den Wahlsieg der DP.
Politik 16 2 Min. 09.01.2019

DP: Nach der Wahl ist vor der Wahl

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Die DP blickt bei ihrem Neujahrsempfang auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurück und will ihren Wahlerfolg vom Oktober bei den Europawahlen im Mai fortschreiben.

„Wir haben unser großes Ziel erreicht. Xavier Bettel ist wieder Premierminister.“ Mit diesen Worten resümierte Generalsekretär Claude Lamberty gestern Abend beim Neujahrsempfang der DP das Jahr 2018. Und dementsprechend gut war auch die Stimmung im Melusina in Clausen.

Laut Parteipräsidentin Corinne Cahen machte das große Engagement der vielen Parteimitglieder den Sieg bei den Wahlen vom Oktober überhaupt erst möglich. Ohne sie sei es nicht möglich gewesen, die Bürger von der Arbeit, die in der vergangenen Legislaturperiode geleistet wurde, zu überzeugen. Und genau deshalb haben die Liberalen „Geschichte geschrieben“, so Cahen: „Zum ersten Mal stellt unsere Partei mit Fernand Etgen den Parlamentspräsidenten. Und zum ersten Mal überhaupt stellt die DP zum zweiten Mal hintereinander den Regierungschef. Xavier Bettel ist der richtige Premierminister für das Land.“ Er verfüge nicht nur über die nötige Weitsicht, er interessiere sich auch für die Sorgen und Nöte der Bürger.

Ein großer Auftrag Auch wenn gestern die Freude über den Wahlsieg überwog, so blickten die Liberalen dennoch nach vorn. Bei den Europawahlen am 26. Mai wollen sie nämlich ihre Erfolgsgeschichte vom Oktober fortschreiben. Die Parteivorsitzende sprach denn auch von einem „großen Auftrag“ für die DP. In den kommenden Wochen und Monaten wollen die Liberalen die Bürger davon überzeugen, „wie wichtig Europa“ ist, so Corinne Cahen.

Dass die Europäische Union aber längst kein Selbstläufer mehr ist, daran ließ Premier Xavier Bettel bei seiner kurzen Ansprache keinen Zweifel. Bei den Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel würden einzelnen Politiker immer wieder versuchen, die EU zu spalten: „Wir dürfen nicht in die Falle der Europa-Gegner tappen“, forderte Bettel. Die Union müsse das große Friedensprojekt bleiben, das sie seit der Gründung im Jahr 1957 immer war. In Bezug auf den Brexit zeigte er zwar Verständnis für das Votum der Briten, bedauerte aber gleichzeitig, dass Großbritannien die EU verlassen wird. Bettel rief seine Partei daher auf, für die Union zu kämpfen. Denn die EU vertrete die gleichen Werte wie die DP: Toleranz und Freiheit.

Zum Schluss seiner Rede ging Xavier Bettel kurz auf das Koalitionsabkommen ein, das er als ausgeglichen bezeichnete. Es beinhalte Maßnahmen, von denen all jene profitieren werden, „denen es nicht so gut geht“. Es trage aber auch dem liberalen Credo Rechnung, dass man „zuerst das Geld verdienen muss, bevor man es ausgibt“.


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