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DP berät über Parteiausschluss von Monica Semedo
Politik 1 25.01.2021 Aus unserem online-Archiv

DP berät über Parteiausschluss von Monica Semedo

DP-Generalsekretär Claude Lamberty vergangene Woche über Monica Semedo: „Sie hat ihre Fehler eingesehen"

DP berät über Parteiausschluss von Monica Semedo

DP-Generalsekretär Claude Lamberty vergangene Woche über Monica Semedo: „Sie hat ihre Fehler eingesehen"
Foto: Guy Jallay
Politik 1 25.01.2021 Aus unserem online-Archiv

DP berät über Parteiausschluss von Monica Semedo

Ein Weisenrat soll sich nun mit den Mobbing-Vorwürfen gegen die Europaabgeordnete Monica Semedo befassen. Im Raum steht auch ein Parteiausschluss.

(SC) - Wie die Demokratische Partei am Montagmittag mitteilte, sei die Europaabgeordnete Monica Semedo (DP), die vergangene Woche vom EU-Parlamentspräsident David Sassoli aufgrund von Mobbingvorwürfen für 15 Tage suspendiert wurde, am Montag vom Exekutivbüro der Partei angehört worden. 


Monica Semedo hat sich mittlerweile entschuldigt.
DP: "Keine Konsequenzen für Semedo"
Die EU-Parlamentarierin braucht keine Konsequenzen seitens ihrer Partei zu befürchten. Für den CSV-Parteipräsidenten ist die Affäre allerdings kein Kavaliersdelikt.

Daraufhin habe die DP über die nächsten Schritte beraten und entschieden, dem Vorstand - gemäß der Statuten - die Einberufung eines Weisenrats vorzuschlagen. Dieser Rat solle dann entscheiden, welche Konsequenzen die Suspendierung im Europaparlament auf die „Mitgliedschaft von Frau Semedo in der DP“ haben werde.

Bis diese Entscheidung gefallen sei, werde Semedo nicht mehr an Parteigremien teilnehmen. Das habe das Exekutivbüro in Absprache mit Semedo entschieden.  Semedo war vergangene Woche vom EU-Parlament suspendiert worden, nachdem drei Assistenten gekündigt und Mobbingvorwürfe gegen die 36-Jährige Luxemburgerin erhoben hatten.

Strenge Worte der Parteispitze

Parteipräsidentin und Familienministerin Corinne Cahen nahm in einer Videobotschaft klar Abstand von „Mobbing und jeglicher anderer Form von Belästigung“. DP-Generalsekretär Claude Lamberty fügte hinzu: „Die DP ist nicht nur eine Partei mit klaren Werten und Regeln, sondern auch eine Partei, die Menschen nicht einfach so fallen lässt, ohne zuvor in Ruhe mit den zuständigen Gremien gesprochen zu haben. Neben einer Politikerin ist Monica Semedo auch ein Mensch.“ Lamberty verurteilte in seiner Mitteilung die „unzähligen rassistischen Beleidigungen“, denen Semedo auf den sozialen Medien ausgesetzt war und ist.

Am Tag nach Bekanntwerden der Mobbingvorwürfe hatte der DP-Generalsekretär noch erklärt, Semedo habe ihre Fehler eingesehen und sich entschuldigt - damit sei die Affäre für die Partei vorerst abgeschlossen. Am Freitag äußerte sich Premierminister Xavier Bettel (DP) allerdings bereits etwas entschiedener und stellte auf die Frage einer Journalistin klar, Mobbing sei kein Kavaliersdelikt.  


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