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Diziplinarrat befasst sich nicht mit dem Fall
Politik 06.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Causa Lunghi

Diziplinarrat befasst sich nicht mit dem Fall

Mudam-Direktor Enrico Lunghi muss sich auf Sanktionen gefasst machen.
Causa Lunghi

Diziplinarrat befasst sich nicht mit dem Fall

Mudam-Direktor Enrico Lunghi muss sich auf Sanktionen gefasst machen.
Foto: Pierre Matge
Politik 06.12.2016 Aus unserem online-Archiv
Causa Lunghi

Diziplinarrat befasst sich nicht mit dem Fall

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
Die Untersuchung im Disziplinarverfahren gegen Mudam-Direktor Enrico Lunghi ist abgeschlossen. Der zuständige Regierungskommissar spricht sich für eine Sanktion aus. Der Disziplinarrat wird sich der Sache nicht annehmen.

(ml) - Die Untersuchung im Disziplinarverfahren gegen Mudam-Direktor Enrico Lunghi ist abgeschlossen. Aufgrund seines Verhaltens gegenüber der RTL-Journalistin Sophie Schram am 13. September muss sich Lunghi auf eine Sanktion gefasst machen. Informationen des Senders 100,7 zufolge wird sich jedoch der Disziplinarrat nicht mit der Angelegenheit befassen. Demnach steht fest, dass Lunghi von einer schweren Bestrafung verschont bleibt.

Das Dossier wurde inzwischen an das Kulturministerium weitergeleitet, das nun entscheiden muss, welche Folgen die Affäre für Lunghi haben wird. Wann das Kulturministerium seine Entscheidung treffen wird, war nicht in Erfahrung zu bringen. Erst danach hat der Betroffene einen Monat Zeit um Einspruch einzulegen.

In seinem Bericht spricht sich der zuständige "Commissaire à la discipline" für eine Verwarnung, eine Ermahnung oder eine Geldstrafe aus, die bis zu einem Fünftel von Lunghis Bruttogehalts ausmachen kann. Die Untersuchung habe ergeben, dass es sich um einen Verstoß handele, der eine Sanktion nach sich ziehen würde, heißt es weiter.

Ball liegt beim Kulturministerium

Am 3. Oktober hatte RTL in der Sendung "Den Nol op de Kapp" Auszüge eines Interviews ausgestrahlt, das RTL-Mitarbeiterin Sophie Schram mit Enrico Lunghi geführt hatte. Auf den Bildern war zu erkennen, dass der Mudam-Direktor die Reporterin bedrohte und das Mikrofon herunter drückte.

Einen Tag nach der Ausstrahlung hatte Premier-, Medien und Kulturminister Xavier Bettel ein Disziplinarverfahren angeordnet. Auch nachdem sich Lunghi bei der Journalistin entschuldigt hatte, machte Bettel keinen Rückzieher und bekräftigte vergangene Woche, dass er seine Vorgehensweise nicht bereue. Für RTL wird das Ganze noch ein juristisches Nachspiel haben. Jean-Marie Bauler, der Anwalt des Mudam-Direktors, kündigte an, dass sein Mandant das RTL-Mutterhaus CLT-UFA vor Gericht ziehen möchte, um Schadenersatz zu verlangen.

Presserat bezieht keine Stellung

Der Presserat, der am Dienstag tagte, führte eine interne Diskussion über die Causa Lunghi. Nach außen möchte das Gremium keine Stellung beziehen. Demnach verzichtet der "Conseil de presse" vorerst  darauf, den Medienhäusern eine Empfehlung auszusprechen.


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