Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Dieschbourg-Scheune: Justiz sieht keinen Grund für Ermittlungen
Politik 02.12.2019

Dieschbourg-Scheune: Justiz sieht keinen Grund für Ermittlungen

Der Viehunterstand wurde im Herbst 2018 errichtet und nachträglich vom Umweltministerium genehmigt.

Dieschbourg-Scheune: Justiz sieht keinen Grund für Ermittlungen

Der Viehunterstand wurde im Herbst 2018 errichtet und nachträglich vom Umweltministerium genehmigt.
Foto: Chris Karaba
Politik 02.12.2019

Dieschbourg-Scheune: Justiz sieht keinen Grund für Ermittlungen

Der Bau eines Unterstandes, der den Eltern von Umweltministerin Carole Dieschbourg gehört, ist rechtens. Die Justiz sieht keinen Anlass für Ermittlungen.

(jt) - Die Staatsanwaltschaften Luxemburg und Diekirch sehen keine Veranlassung für Ermittlungen in Zusammenhang mit einem Viehunterstand auf der Specksmillen in Echternach. Das Grundstück und die Scheune gehören den Eltern von Umweltministerin Carole Dieschbourg (Déi Gréng).

Carole Dieschbourg auf dem elterlichen Hof in Echternach.
Carole Dieschbourg auf dem elterlichen Hof in Echternach.
Archivfoto: Guy Wolff/Télécran

Die Staatsanwaltschaft Diekirch teilt am Montag mit, dass der Fall verjährt sei und die Vorwürfe nicht weiter verfolgt würden. Die ursprüngliche Genehmigung für die (inzwischen abgerissene) alte Scheune stammt vom 26. Mai 2003. Die Kontroverse entbrannte um die Frage, ob diese Scheune auf einer genehmigten Betonplatte errichtet wurde oder aber auf nacktem Boden hätte stehen müssen.   

Infolge des Hochwassers im Sommer 2018 in der Müllerthal-Region und anschließend beschlossener Schutzmaßnahmen in der Grünzone am Lauterburerbaach wurde die Scheune neu errichtet. Der Bau des neuen Viehunterstands mit Betonplatte wurde am 11. Januar 2019 vom Umweltministerium nachträglich genehmigt. Die Staatsanwaltschaft Luxemburg fand keine Hinweise dafür, dass die neue Scheune gegen die Genehmigung vom 11. Januar verstoße.


Das wohl bekannteste Gartenhaus Luxemburgs sorgt seit Monaten für viel Aufregung.
Affäre mit Lernpotenzial
Die Traversini/Dieschbourg-Affäre hat die Glaubwürdigkeit von Politikern beschädigt und das Vertrauen in öffentliche Institutionen erschüttert. Es braucht mehr als nur verbale Beteuerungen, um Vertrauen zurückzugewinnen.

"Die Staatsanwaltschaft Luxemburg ist zu dem Schluss gekommen, dass die ihr zur Kenntnis gebrachten Informationen nicht die Einleitung einer Voruntersuchung rechtfertigen, um die Bedingungen für die Erteilung dieser Genehmigung vom 11. Januar 2019 zu klären", heißt es in einem Kommuniqué vom Montag. "Les parquets de Diekirch et de Luxembourg ont partant classé ce dossier sans suites pénales", so der Wortlaut der Mitteilung.

Umweltministerin Carole Dieschbourg hatte Anfang Oktober in der Chamber erklärt, dass sie sich niemals mit dem Dossier befasst habe, da es sich um Eigentum ihrer Eltern handle. Auf Anfrage der CSV übergab sie die gesamten Genehmigungsunterlagen an die Chamber.

Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.