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Die Zahlen rund um die Wahlen
Etwas über 260 000 Wähler entscheiden über die zukünftige Zusammensetzung des Parlaments.

Die Zahlen rund um die Wahlen

Foto: Guy Wolff
Etwas über 260 000 Wähler entscheiden über die zukünftige Zusammensetzung des Parlaments.
Politik 2 Min. 14.10.2018

Die Zahlen rund um die Wahlen

Marc WILLIERE
Marc WILLIERE
Über die Zusammensetzung der Abgeordnetenkammer in den nächsten fünf Jahren werden am Sonntag 256.698 eingeschriebene Wähler befinden. In 677 Wahlbüros in vier Wahlbezirken wählen sie 60 neue (alte) Parlamentarier unter 547 Kandidaten aus zehn Parteien aus.

Die für Sonntag anberaumten Parlamentswahlen schreiben im Vorfeld nur positive Zahlen. Den bislang vorliegenden Statistiken zufolge werden ausschließlich Zuwächse verzeichnet: mehr Wähler, mehr Briefwähler, mehr Kandidaten und auch mehr Wahlbüros.

Im Vergleich zum letzten Urnengang im Jahr 2013 (238 587 Wahlberechtigte) steigt die Zahl der Wähler um 18.111 Einheiten oder 7,59 Prozent auf 256.698. Ein vergleichbares Plus (7,80 Prozent oder 49 Einheiten) gibt es demzufolge auch bei den Wahlbüros (677), sodass der Durchschnitt von 380 Wählern pro Wahlbüro gewahrt bleibt.


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Auch die Zahl der Kandidaten legt um sieben Einheiten auf 547 zu: Während es im Wahlbezirk Süden ein Plus von 23 Kandidaten gibt, geht die Zahl der Bewerber hingegen im Norden (- 9) und im Osten (- 7) zurück. Lediglich im Zentrum treten ebenso viele Anwärter wie noch vor fünf Jahren an.

Mehr Wahlberechtigte in allen Bezirken

Die Zahl der Wahlberechtigten hat in allen Bezirken fast gleich stark zugenommen. Den stärksten Zuwachs vermeldet diesmal der Norden mit 4.129 Bürgern (oder 9,69 Prozent); 46.735 Wähler können hier unter 72 Kandidaten neun Abgeordnete bestimmen.

Im Osten, wo sich 56 Kandidaten um sieben Mandate bewerben, sind diesmal 36.304 Einwohner wahlberechtigt (ein Plus von 2.952 oder 8,85 Prozent). 7,01 Prozent oder 6.683 Wähler mehr als 2013 stehen im Süden auf den Wählerlisten: 102.080 Bürger haben die Wahl zwischen 230 Kandidaten, wovon genau ein Zehntel den Sprung ins Parlament schaffen wird.

Mit 4.347 Wählern (6,47 Prozent) fällt der Zuwachs im Zentrum am geringsten aus: 71.579 Einwohner können sich zwischen 189 Kandidaten für ihre 21 Abgeordneten entscheiden.

Vom Wohnort abhängige unterschiedliche Vertretungen

Der Anstieg der Wählerzahl bei gleichbleibender Abgeordnetenzahl hat zur Folge, dass jeder Parlamentarier künftig noch mehr Wähler zu vertreten hat. Die großen Unterschiede zwischen den einzelnen Wahlbezirken haben dabei nach wie vor Bestand.

Im Norden und im Osten haben 5.193 bzw. 5.187 Wähler „Anrecht“ auf einen Volksvertreter, während es im Süden 4.439 und im Zentrum 3.409 sind. Vor fünf Jahren vertrat ein Deputierter im Norden 4.734, im Osten 4.764, im Süden 4.148 und im Zentrum 3.202 Wähler.


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Die stärkste Progression ist bei den Briefwählern zu verzeichnen: Nachdem ihre Zahl bereits beim letzten Urnengang um 25 Prozent zugenommen hatte, hat die Abänderung der gesetzlichen Bestimmungen (beim Antrag ist die Angabe von Gründen entfallen) jetzt zu einer Steigerung um fast 122 Prozent oder 22.231 Wähler geführt: Insgesamt 40.469 Wähler (15,77 Prozent aller Wahlberechtigten) haben bereits in den vergangenen Tagen ihre Stimmen abgegeben.

Mehr als doppelt so viele Briefwähler

Am größten war das Interesse an der Briefwahl im Norden, wo die Zahl der Wähler um 4.389 (oder 164,51 Prozent) auf jetzt 7.057 anstieg. Der Süden verzeichnete eine Zunahme um 127 Prozent von 6.669 auf 15.138 Briefwähler. Mehr als verdoppelt haben sich die Briefwähler auch im Osten: Ihre Zahl erhöhte sich um 3.131 Einheiten (122,64 Prozent) von 2.553 auf 5.684.

Knapp verfehlt hat schließlich der Wahlbezirk Zentrum die Verdoppelung der Briefwähler mit einer Steigerung um 98,33 Prozent oder 6.242 Einheiten auf jetzt 12.590.


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