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„Die weitreichendsten Lockerungen seit zwei Jahren“
Politik 2 Min. 04.03.2022
Covid-19

„Die weitreichendsten Lockerungen seit zwei Jahren“

In den Schulen wird die Maskenpflicht aufgehoben.
Covid-19

„Die weitreichendsten Lockerungen seit zwei Jahren“

In den Schulen wird die Maskenpflicht aufgehoben.
Foto:DPA
Politik 2 Min. 04.03.2022
Covid-19

„Die weitreichendsten Lockerungen seit zwei Jahren“

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Im Freizeit- und Arbeitsbereich werden sämtliche Einschränkungen aufgehoben. Einzig in den Krankenhäusern und Altenheimen bleiben Schutzmaßnahmen bestehen.

Die Regierung hat am Freitag beschlossen, alle Covid-19-Schutzmaßnahmen bis auf wenige Ausnahmen aufzuheben. Die Lockerungen könnten Mitte März in Kraft treten, nachdem sie vom Parlament verabschiedet worden sind.

Angesichts der aktuellen Infektionslage seien Einschränkungen nicht mehr gerechtfertigt, sagte Premierminister Xavier Bettel (DP) am Freitag beim Pressebriefing nach der Kabinettssitzung. 


dpatopbilder - 22.02.2022, Baden-Württemberg, Stuttgart: Gregor Paul (r), Oberarzt, unterhält sich in einem Patientenzimmer einer Covid-19-Station im Klinikum Stuttgart mit Patientin Ioanna Maag-Nikolopoulou. Es ist ein neues Phänomen: Die Corona-Pandemie verlagert sich stärker auf die Normalstationen der Krankenhäuser. Denn bei vielen Patienten wird das Virus zur Nebendiagnose. (zu dpa "Wenn Corona das kleinere Übel ist") Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Neuinfektionen steigen weiter, Hospitalisierungen fallen
Ein Vergleich zur Vorwoche ist wegen der Ferien nicht ganz einwandfrei. Auffällig ist aber: Deutlich weniger Menschen mussten ins Krankenhaus.

Konkret bedeutet das: Keine Maskenpflicht und kein Covid-Check mehr im Freizeit- und Arbeitsbereich. Events und Zusammenkünfte können uneingeschränkt stattfinden. Sanitärkonzepte sind nicht mehr nötig. 

Einzig in den Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen bleiben der Covid-Check und die Maskenpflicht bestehen und auch im öffentlichen Transport müssen weiter Masken getragen werden.

Auch in den Schulen wird die Maskenpflicht abgeschafft und die Tests von dreimal wöchentlich auf einmal pro Woche reduziert. Gibt es einen positiven Fall in einer Klasse, werden die Schüler weiterhin während sieben Tagen täglich getestet.

Die Regierung rät dennoch zu Vorsicht, da besonders Vulnerable und Ungeimpfte einem größeren Risiko ausgesetzt seien, so Bettel. Er riet dazu, die zurückgewonnenen Freiheiten nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen. „Die Pandemie ist noch nicht vorbei.“

 „Wir müssen lernen, mit Covid wie mit einer Grippe und anderen Infektionskrankheiten umzugehen“, sagte Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP).  Bis auf Weiteres bleiben die Isolationsregeln im Falle einer Infektion bestehen, das heißt: Infizierte können sich mit zwei negativen Tests an zwei aufeinanderfolgenden Tagen aus der Isolation befreien. Die Ministerin stellte aber eine „andere Normalität“ in Aussicht, sollten die Inzidenzen weiter sinken. 

Mit Blick auf den Herbst und eine mögliche neue Welle will die Regierung ihre Impfkampagne in den kommenden Monaten weiterführen, um so viele Menschen wie möglich von der Impfung zu überzeugen.

Impfpflicht

Der Gesetzentwurf zur Einführung einer Impfpflicht für Menschen über 50 Jahre und Gesundheitspersonal soll in den kommenden Wochen vorliegen. 

Die Regierung hat die Universität Luxemburg und die IGSS im Auftrag des Parlaments beauftragt, Modellierungen zum Impakt einer Impfpflicht auszuarbeiten. Die fünfköpfige Expertengruppe, die sich in ihrem Gutachten für eine Impfpflicht ab 50 und im Gesundheitssektor ausgesprochen hatte, wird die Modellierungen analysieren und eine Empfehlung aussprechen. 

Bettel zufolge werde die Regierung sich der Einschätzung der Experten beugen. „Sollten sie sagen, dass eine Impfpflicht nötig ist, stehen wir zum Text. Sollten sie eine Impfpflicht für nicht mehr nötig erachten, werden wir auch diese Meinung respektieren“, so der Premier. Wann das Gutachten erscheint, ist noch unklar. Bettel sagte, er wolle die Experten nicht unter Druck setzen.  

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