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Die Sorgen der Luxemburger: Terror, Einwanderung und Wohnungsmarkt
Halbjährlich veröffentlicht die Europäische Kommission die Ergebnisse ihrer groß angelegten Studie über die öffentliche Meinung in der EU.

Die Sorgen der Luxemburger: Terror, Einwanderung und Wohnungsmarkt

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Halbjährlich veröffentlicht die Europäische Kommission die Ergebnisse ihrer groß angelegten Studie über die öffentliche Meinung in der EU.
Politik 22.12.2016

Die Sorgen der Luxemburger: Terror, Einwanderung und Wohnungsmarkt

Die Einwohner Luxemburgs haben tendenziell ein positives Bild von der EU. Die Themen Einwanderung, Terror und Wohnungsmarkt bereiten ihnen Sorgen. Das sind die Ergebnisse der neusten Eurobarometer-Studie.

(km) - Laut Eurobarometer-Studie bleiben Einwanderung und Terrorismus aus Sicht der Befragten die bei weitem wichtigsten Probleme, denen die EU derzeit gegenübersteht. Die Befragung wurde im November 2016 im Auftrag der europäischen Kommission durchgeführt.

Im Vergleich zur letzten Erhebung aus dem Frühjahr 2016 weisen die Anteile beider Probleme einen leicht rückläufigen Trend auf. Einwanderung sank mit 45 Prozent um drei Punkte, Terrorismus mit 32 Prozent um ganze sieben Punkte. Die wirtschaftliche Lage belegt mit 20 Prozent Platz drei der Rangfolge, gefolgt von der Arbeitslosigkeit.

Betrachtet man nur die Ergebnisse der Befragten aus Luxemburg, dann fällt auf, dass die Sorge um Terror im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten mit 39 Prozent hier relativ hoch liegt.

Hauptsorge der Luxemburger: Wohnungsnot

Die Arbeitslosigkeit platziert sich in der Rangfolge der wichtigsten Probleme auf nationaler Ebene weiterhin vor der Migration. Mehr als drei von zehn Europäern betrachten die Arbeitslosigkeit als das wichtigste Problem, dem ihr Land derzeit gegenübersteht (31 Prozent, -2 Prozentpunkte seit Frühjahr 2016). Obwohl sie damit weiterhin Platz eins der Rangfolge belegt, ist ihr Anteil seit dem Frühjahr 2013 kontinuierlich gesunken und verzeichnet den nunmehr siebten Rückgang in Folge.

Betrachtet man auch hier nur die Ergebnisse der Befragten aus Luxemburg, dann fällt ein Ergebnis sofort aus der Reihe: Wohnungsbau/Wohnungsbeschaffung wird von 51 Prozent der Einwohner Luxemburgs als das vordringlichste Problem ihres Landes angesehen. Zum Vergleich: Der europäische Mittelwert fällt mit 7 Prozent hier relativ niedrig aus. 

Allgemein positives Bild von der EU

Die Mehrheit der Befragten gibt an, kein schlechtes Bild von der Europäischen Union zu haben - mit Blick auf den Brexit und die regelmäßigen Wahlerfolge rechter Parteien in den letzten Monaten und Jahren mag dieses Ergebnis etwas überraschen. 35 Prozent haben ein positives, 38 Prozent ein neutrales Bild von der EU. In Luxemburg fällt das Urteil sogar noch besser aus: Hier ruft die EU bei 47 Prozent ein positives und bei 34 Prozent ein neutrales Bild hervor.

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