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"Die Regierung darf nicht in einen Dornröschenschlaf fallen"
Politik 28.09.2021
OBGL-Präsidentin Nora Back

"Die Regierung darf nicht in einen Dornröschenschlaf fallen"

Der Erhalt der Kaufkraft ist eine der zentralen Forderungen des OGBL. Die Covid-Krise dürfe nicht zulasten der Haushalte mit geringem Einkommen gehen, fordert Gewerkschaftspräsidentin Nora Back.
OBGL-Präsidentin Nora Back

"Die Regierung darf nicht in einen Dornröschenschlaf fallen"

Der Erhalt der Kaufkraft ist eine der zentralen Forderungen des OGBL. Die Covid-Krise dürfe nicht zulasten der Haushalte mit geringem Einkommen gehen, fordert Gewerkschaftspräsidentin Nora Back.
Foto: Getty Images
Politik 28.09.2021
OBGL-Präsidentin Nora Back

"Die Regierung darf nicht in einen Dornröschenschlaf fallen"

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Pünktlich zur politischen Rentrée geht der OGBL in die Offensive. Die Regierung müsse endlich Nägel mit Köpfen machen, fordert Gewerkschaftschefin Nora Back.

Wirklich neue Forderungen erhebt der Unabhängige Gewerkschaftsbund zur Rentrée nicht. „Unsere Positionen sind seit Langem bekannt“, gibt OGBL-Präsidentin Nora Back unumwunden zu. Da aber wegen der Covid-Krise in den vergangenen Monaten kaum etwas passiert sei, seien sie immer noch brandaktuell. Back will daher, dass die Regierung endlich ihre „Wartestellung“ aufgibt und die heißen Eisen ab diesem Herbst anpackt.

Die Regierung darf jetzt nicht bis zu den Wahlen in einen Dornröschenschlaf fallen.  

OGBL-Präsidentin Nora Back

Auch wenn in den vergangene Tagen viele über politische Personalien diskutiert und der Vorwahlkampf lanciert worden sei, so bedeute dies nicht, dass „die Legislaturperiode schon vorbei ist“, so die Vorsitzende am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung des OGBL-Nationalvorstands. „Die Regierung darf jetzt nicht bis zu den Wahlen in einen Dornröschenschlaf fallen.“

Angesichts der enormen Herausforderungen setzt man beim OGBL unvermindert auf den Sozialdialog. Nora Back begrüßt denn auch das Treffen zwischen der Regierung und den Gewerkschaften im Vorfeld des Etat de la Nation von Premier Xavier Bettel (DP): „Wir konnten unsere Positionen darlegen. Allerdings gab es keine konkreten Zusagen“, resümiert die Gewerkschafterin. 


Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise müssen mit den richtigen Mitteln bekämpft werden: Investitionen und mehr Kaufkraft.
OGBL fordert: Die richtigen Lehren aus der Krise ziehen
Eine gerechtere Gesellschaft muss das Ziel nach der Pandemie sein. Reichensteuer, Erbschaftssteuer und nur keine Austerität, mahnt Nora Back.

Sie hofft daher, dass es zu weiteren Gesprächen kommen wird, vor allem im Hinblick auf den Haushalt 2022, der in der zweiten Oktober-Woche vorgestellt werden wird. Beim OGBL setzt man daher große Hoffnungen auf die Tripartite-Runde, die der Regierungschef für Ende des Jahres in Aussicht gestellt hat. 

Eins steht für Back allerdings jetzt schon fest: „Es darf nicht wieder zu einer Austeritätspolitik kommen, so wie dies der Fall nach der Finanz- und Wirtschaftskrise der Fall war. Auch nicht nach den Wahlen 2023.“ Es gebe bereits heute sehr viele Ungerechtigkeiten, die es unbedingt zu beheben gelte. 

Der OGBL hat daher eine Kampagne unter dem Motto „Grad elo“ lanciert. Es gibt sechs Schwerpunkte: Die Kaufkraft und die Löhne, die Absicherung der Arbeitsplätze und die Absicherung der Erwerbslosen, die Wohnungsnot, die Steuerpolitik, die Work-Life-Balance und die soziale Sicherheit. 

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