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Die Rechnung geht auf
Politik 08.08.2017 Aus unserem online-Archiv
Reform der Gemeindefinanzen

Die Rechnung geht auf

Gemeinden im Norden des Landes erhalten im Schnitt höhere Zuschüsse vom Innenministerium als die Gemeinden im Süden. Doch die Unterschiede werden geringer.
Reform der Gemeindefinanzen

Die Rechnung geht auf

Gemeinden im Norden des Landes erhalten im Schnitt höhere Zuschüsse vom Innenministerium als die Gemeinden im Süden. Doch die Unterschiede werden geringer.
Foto: Armand Wagner
Politik 08.08.2017 Aus unserem online-Archiv
Reform der Gemeindefinanzen

Die Rechnung geht auf

Mit der Reform der Gemeindefinanzen rücken die Gemeinden finanziell näher zusammen. Grund ist der sozio-ökonomische Index, der ärmere Gemeinden begünstigt und die Unterschiede zwischen den Regionen aufweicht.

(ham) - Die Reform der Gemeindefinanzen trägt erste Früchte. „Wir haben genau das erreicht, was wir wollten“, unterstrich am Dienstagmorgen Innenminister Dan Kersch. Nämlich: Die Gemeinden rücken finanziell näher zusammen.

2 902 Euro erhalten die Gemeinden im Durchschnitt pro Einwohner, 160 Euro mehr als vor der Reform. Die geringste Auszahlung beträgt derzeit 2 415 Euro. Vor der Reform lag diese Summe bei 1 857 Euro: „Der Unterschied zwischen der niedrigsten Auszahlung und dem nationalen Schnitt ist weitaus geringer geworden“, schlussfolgert Innenminister Kersch. „Damit haben wir eines unserer wichtigsten Ziele erreicht“.

Ähnliches gilt auch für die regionalen Unterschiede: Erhielten die Gemeinden im Norden des Landes vor der Reform noch durchschnittlich 8,3 Prozent mehr als die Gemeinden im Süden, so beträgt die Differenz jetzt nur noch 2,6 Prozent.

Die Höhe der kommunalen Zuschüsse hängt von fünf Faktoren ab, darunter die Zahl der Einwohner oder die Zahl der Sozialwohnungen. Neu hingegen ist der sozio-ökonomische Index. Dieser macht zwischen 9 und 10 Prozent der Summe aus. „Durch das Einbeziehen des sozio-ökonomischen Indexes erhalten 89 Gemeinden höhere Zuschüsse“, so Dan Kersch. Wiltz zum Beispiel – laut Index die ärmste Gemeinde des Landes - könne dieses Jahr mit 4,5 Millionen Euro mehr rechnen. Ein Unterschied von mehr als 30 Prozent.


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