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Die Puzzlestücke zusammenfügen
Politik 20.10.2014 Aus unserem online-Archiv
"Digital Lëtzebuerg"

Die Puzzlestücke zusammenfügen

"Digital Lëtzebuerg" soll das Bild eines "modernen und offenen Landes" verdeutlichen.
"Digital Lëtzebuerg"

Die Puzzlestücke zusammenfügen

"Digital Lëtzebuerg" soll das Bild eines "modernen und offenen Landes" verdeutlichen.
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Politik 20.10.2014 Aus unserem online-Archiv
"Digital Lëtzebuerg"

Die Puzzlestücke zusammenfügen

Premier- und Kommunikationsminister Xavier Bettel stellte am Montag die Grundzüge der Initiative "Digital Lëtzebuerg" vor, deren Ziel es ist, die Rolle des Großherzogtums im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien auszubauen.

(jm) - 15.000 Mitarbeiter zählt der Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien im Großherzogtum; der Sektor macht insgesamt 6,6 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus. Die Branche stellt also keine zu vernachlässigende Größe dar, die die amtierende Regierung weiter ausbauen möchte, denn wie Premier Bettel am Montag bei einer Pressekonferenz erklärte: "Der ICT-Sektor steht nie still."

Trotz aller wirtschaftlichen Erfolgsmeldungen (wie etwa die hohe Breitbandabdeckung oder auch die anerkannten Sicherheitsstandards) gibt es einige Schwachstellen, die es zu beheben gilt, etwa was die Verwaltungshemmnisse bei der Betriebsgründung angeht, oder auch die fehlenden Kompetenzen am hiesigen Arbeitsmarkt oder das Bildungssystem, das nicht unbedingt auf die Bedürfnisse der hochqualifizierten Zuwanderer zugeschnitten ist, die mit ihren Familien nach Luxemburg ziehen.

All diese Probleme will die Regierung angehen, und zwar mit einer "horizontalen Vorgehensweise", wie Xavier Bettel betonte. Unter der Federführung des Staats-, des Wirtschafts- und des Finanzministeriums wurde eine Koordinierungsstelle ins Leben gerufen, die Lösungen für Probleme finden soll, die sich auf der Schnittstelle zwischen verschiedenen Zuständigkeitsbereichen befinden, zum Beispiel bei der Förderung von digitalen Kompetenzen, oder der Entwicklung des Fintech, also der Technologien im Bereich der Finanzdienstleistungen.

In diese Bemühungen einbeziehen will der Staatsminister auch den Privatsektor, auch wenn es um Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur geht. "Der Staat hat den Anstoß gegeben, aber der Privatsektor hat auch seine Verantwortung", so Bettel.

Geht es nach dem Staatsminister, dann sollen sich die vielen Baustellen, die der Privatsektor und der Staat "Hand in Hand" angehen sollen, zusammenfügen wie ein Puzzle, um am Ende das "Bild eines modernen Landes zu ergeben, das die Sicherheit und die nötigen Kompetenzen des Sektors" gewährleisten könne.