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Die Post ist weg
Das historische Postgebäude am Centre Aldringen steht zur Zeit leer.

Die Post ist weg

Foto: Gerry Huberty
Das historische Postgebäude am Centre Aldringen steht zur Zeit leer.
Politik 03.07.2018

Die Post ist weg

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Die Post am Centre Aldringen ist umgezogen, das historische Gebäude steht leer. Die Schalter befinden sich nun gegenüber auf Nummer 26 A am Boulevard Royal.

Das Postgebäude am Centre Aldringen steht seit kurzem leer. Die Schalter für den Publikumsverkehr befinden sich seit geraumer Zeit auf Nummer 26 A des Boulevard Royal. Der Umzug wurde notwendig, weil die Post ihre Aktivitäten am Bahnhof zentralisiert.  Dort entsteht zur Zeit ihr neues Hauptgebäude.

Der Umzug der Post war am Dienstag Thema bei der Fragestunde im Parlament. Der LSAP-Abgeordnete Marc Angel wollte von der Regierung wissen, wie es nun mit dem Postgebäude in der Hauptstadt weitergeht. Dies vermochte Wirtschaftsminister Etienne Schneider allerdings nicht genau zu sagen, weil die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Schneider hofft allerdings, dass die Entscheidung demnächst fallen wird.

Hintergrund ist der Bau des Royal Hamilius am Boulevard Royal. Bereits bei der Planung des neuen Komplexes  zeichnete sich ab, dass auch das historische Postgebäude, das unter Denkmalschutz steht,  einer neuen Bestimmung zugeführt werden soll. Ein  erstes Projekt des Architekten Vincent Callebaut aus dem Jahr 2016 sah vor, dass  in dem Gebäude Wohnungen, Geschäfte aber auch Gaststätten entstehen sollten. Zudem sollte der Bau, der zwischen 1908 und 1910 errichtet wurde, eine Glaskuppel erhalten und das Dach begrünt werden.

Kein Hotel

Die Stadt Luxemburg war mit diesem Plan aber nicht einverstanden. Weil es in der Hauptstadt nicht genügend Hotelbetten gibt, hätten die Verantwortlichen es vorgezogen, dass die Post zu einem Hotel umgebaut wird. Diese Pläne sollten sich aber aus Kostengründen als unrealistisch erweisen. Das Projekt wäre nicht rentabel gewesen, so der Wirtschaftsminister. 

Nun sollen Alternativen gesucht werden. Die Verhandlungen laufen. Minister Schneider hofft nun, dass das ursprüngliche Projekt doch noch verwirklicht werden kann. Wann die Entscheidung fallen wird, ist noch offen.


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