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Die Forderungen der CGFP: „Die 80-80-90-Regelung muss weg“
Politik 04.10.2017

Die Forderungen der CGFP: „Die 80-80-90-Regelung muss weg“

Der Vorsitzende der CGFP, Romain Wolff, fordert, dass die Stagiaires im öffentlichen Dienst wieder voll bezahlt werden.

Die Forderungen der CGFP: „Die 80-80-90-Regelung muss weg“

Der Vorsitzende der CGFP, Romain Wolff, fordert, dass die Stagiaires im öffentlichen Dienst wieder voll bezahlt werden.
Foto: Anouk Antony
Politik 04.10.2017

Die Forderungen der CGFP: „Die 80-80-90-Regelung muss weg“

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Wenige Tage bevor der Haushalt für 2018 vorgestellt wird, richtet die Beamtengewerkschaft CGFP ihre Forderungen an die Regierung. "Die '80-80-90-Regelung' für Berufsanfänger im öffentlichen Dienst muss endlich abgeschafft werden", fordert CGFP-Präsident Romain Wolff.

(DS) "Die  '80-80-90-Regelung'  geht noch auf Sparmaßnahmen der vorigen  Regierung zurück. Heute sind die Staatsfinanzen aber wieder völlig im Lot. Deshalb muss die Regelung für die Stagiaire im öffentlichen Dienst endlich abgeschafft werden", so die Forderung des CGFP-Vorsitzenden, Romain Wolff.

Dass Berufsanfänger in den ersten beiden Jahren nur 80 Prozent und im dritten Jahr dann 90 Prozent verdienen, hält die Beamtengewerkschaft nicht mehr länger für tragbar. Schließlich würden die jungen Staatsbediensteten  vom ersten Tag an voll mitarbeiten, so Wolff weiter. Von einer Praktikumszeit könne daher keine Rede sein. Und wer richtig arbeitet, soll auch richtig entlohnt werden, so die Überlegung. Die CGFP hofft, dass die Regierung ihrer Forderung im Rahmen des Budgets für 2018 Rechnung trägt.

Automatismen gegen die kalte Progression

Die Abschaffung der 80-80-90-Regelung war die Hauptforderung der Beamtengewerkschaft bei einer Pressekonferenz, zu der sie noch vor ihrer offiziellen „Rentrée sociale“ am 16. Oktober geladen hatte.

Präsident Wolff ging auch noch einmal auf die Steuerreform ein. Die CGFP würde sich wünschen, dass  noch einmal bei den Steuern nachgebessert wird;  Stichwort „kalte Progression“. Die Steuertabelle müsse wieder automatisch an die Inflation angepasst werden, fordert Präsident Wollf. Der Automatismus war als Folge der Krise vor Jahren abgeschafft worden.

Auch bei der Reform der „Fonction publique“ sieht die Gewerkschaft noch Handlungsbedarf, etwa bei den Karrieren. „Es gibt zahlreiche Härtefälle, gegen die unverzüglich etwas getan werden muss“, so Romain Wollf.

Lob für die Regierung

Doch es gab auch Lob für die Regierung. Die geplante Einführung eines Arbeitszeitkontos im öffentlichen Dienst hält Romain Wolff für absolut begrüßenswert. Er würde sich wünschen, dass die Regelung auch vom Privatsektor übernommen wird.

Ansonsten ist er aber im Moment nicht all zu gut auf die Privatwirtschaft zu sprechen. Es werde immer wieder versucht, den öffentlichen Dienst und den Privatsektor gegeneinander auszuspielen, moniert der Vorsitzende der CGFP. Und einen Schuldigen hat er auch schon ausgemacht: Der Christliche Gewerkschaftsbund LCGB habe vor wenigen Tagen bei einer Pressekonferenz ganz gezielt versucht, einen Keil zwischen die Beamtenschaft und die Angestellten der Privatunternehmen zu treiben.


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