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Der Spitzenkandidaten-Check
Politik 2 Min. 14.10.2018

Der Spitzenkandidaten-Check

Wer hat die besten Qualitäten, um als Premier das Land zu regieren? Das wurden die Wähler kurz vor den Wahlen gefragt.

Der Spitzenkandidaten-Check

Wer hat die besten Qualitäten, um als Premier das Land zu regieren? Das wurden die Wähler kurz vor den Wahlen gefragt.
Foto: Guy Jallay
Politik 2 Min. 14.10.2018

Der Spitzenkandidaten-Check

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Drei Spitzenkandidaten - Xavier Bettel (DP), Claude Wiseler (CSV) und Etienne Schneider (LSAP) - sind bei den Wahlen angetreten, um Premier zu werden. Im Politmonitor im Auftrag von RTL und Luxemburger Wort bewerten die Wähler ihre Eigenschaften.

Welche Qualitäten sollte ein Politiker haben, wenn er ein Land regieren möchte? Zunächst einmal sollte er Führungsqualitäten haben und durchsetzungsfähig sein.

Durchsetzungsfähig

In dieser Kategorie schneidet der amtierende Premier Xavier Bettel mit 57 Prozent Zustimmung am besten ab, dicht gefolgt von Etienne Schneider (54 Prozent). François Bausch kommt auf 47 Prozent, während Oppositionsführer Claude Wiseler mit 37 Prozent am schwächsten abschneidet.

Spitzenkandidat François Bausch (Déi Gréng) ist nicht angetreten, um Premier zu werden.
Spitzenkandidat François Bausch (Déi Gréng) ist nicht angetreten, um Premier zu werden.
Foto: Gerry Huberty

Interessant: Bei Etienne Schneider ist der Prozentsatz derer, die finden, dass die Qualität "durchsetzungsfähig" voll und ganz auf ihn zutrifft, mit 22 Prozent erstaunlich hoch. Bei Xavier Bettel sagen das immerhin noch 18 Prozent.

Vertrauenswürdig

Auch bei der Frage der Vertrauenswürdigkeit liegt Xavier Bettel auf Platz 1 (47 Prozent), dicht gefolgt von Claude Wiseler (45 Prozent). Etienne Schneider und François Bausch schneiden in dieser Frage weniger gut ab. 34 Prozent halten den grünen Spitzenkandidaten für vertrauenswürdig, Etienne Schneider sogar nur 31 Prozent. Bei Schneider fällt auf, dass genau so viele Menschen ihn für nicht vertrauenswürdig halten (32 Prozent).  

Sympathischer Typ

Bei der Sympathiefrage sind die Ergebnisse ähnlich gelagert wie beim Vertrauen. Bei den Sympathiewerten liegt Xavier Bettel mit 65 Prozent ganz klar vorne. Claude Wiseler kommt immerhin auf 49 Prozent Zustimmung, während Etienne Schneider (30 Prozent) und François Bausch (29 Prozent) eher schwächeln. Auch hier fällt auf: Die, die Etienne Schneider nicht sympathisch finden, überwiegen (39 Prozent). Das gilt auch für François Bausch.

Visionen für das Land

Wer regieren möchte, sollte gute Ideen und eine Vision für das Land haben. Xavier Bettel bleibt auch in dieser Frage mit 46 Prozent Zustimmung die Nummer 1. Claude Wiselers Ideen kommen besser beim Wähler an als die von Etienne Schneider. Wiseler kommt auf 39 Prozent und der Vizepremier auf 37 Prozent.

Bei François Bausch vermissen die Wähler die großen Ideen am meisten. Er kommt nur auf 31 Prozent Zustimmung. 34 Prozent können bei ihm keine großen Ideen erkennen, was mitunter damit zu tun haben könnte, dass die Grünen sich während der gesamten Regierungszeit eher auf ihre Kernthemen konzentriert haben.

Etienne polarisiert

Repräsentiert der Spitzenkandidat die Werte und politischen Ideen seiner Partei? Bei Xavier Bettel und Claude Wiseler ist die Antwort eindeutig: Ja. Bettel kommt auf 67 Prozent Zustimmung, Wiseler auf 62 Prozent. Mit 47 Prozent ist die Zustimmung für François Bausch zwar nicht ganz so eindeutig. Auf der anderen Seite aber finden nur 18 Prozent, dass er nicht für die Werte und Ideen seiner Partei steht.

Der LSAP-Spitzenkandidat Etienne Schneider polarisiert wie kein anderer Spitzenkandidat.
Der LSAP-Spitzenkandidat Etienne Schneider polarisiert wie kein anderer Spitzenkandidat.
Foto: Gerry Huberty

Ganz anders bei Etienne Schneider. Zwar finden 39 Prozent, dass er die sozialistischen Werte und Ideen verkörpert. Ein Viertel aber sagt das Gegenteil. Was Schneider angeht, ist die Meinung demnach sehr gespalten.

Die repräsentative Politmonitor-Umfrage „Spezial Wahlen“ wurde im Auftrag von „Luxemburger Wort“ und RTL von TNS-Ilres durchgeführt. Im Zeitraum vom 4. bis zum 10. Oktober wurden 1.017 wahlberechtigte Einwohner mit luxemburgischer Nationalität über 18 Jahre via Internet befragt (142 im Osten, 183 im Norden, 417 im Süden, 275 im Zentrum). Die Rohdaten wurden auf folgende Variablen gewichtet: Altersgruppe, Geschlecht, Wohnbezirk, Berufstätigkeit und Bildungsniveau (Daten von Statec). Die Fehlermarge könnte zwischen 1,3 und 3,1 Punkten betragen. Die Angaben zur Methodologie wurden bei der Alia (www.alia.lu) hinterlegt.



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