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Der afrikanische Brain-Drain: die Kehrseite der Willkommenskultur

Der afrikanische Brain-Drain: die Kehrseite der Willkommenskultur

Foto: Shutterstock
Politik 4 Min. 03.01.2019

Der afrikanische Brain-Drain: die Kehrseite der Willkommenskultur

Es wird geschätzt, dass 70-90 Prozent der Universitätsabsolventen und 50 Prozent der Ärzte aus Zimbabwe im Ausland arbeiten.

Von Claude P. Muller*

Als Ebola sich 2014 in Westafrika ausbreitete, waren die kläglichen Gesundheitssysteme der betroffenen Länder in jeder Hinsicht überfordert. Statt der mindestens 0,2 Ärzte pro 1 000 Einwohner, wie von der WHO empfohlen, haben die drei Ebola-Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone gerade mal ein Zehntel dieses Mindestbedarfs. Aber: Alleine in London arbeiten 13 Mediziner und Dutzende von Pflegekräften aus Sierra Leone und viele mehr in den USA, Kanada und Australien.

Kollegen aus Guinea berichten, dass bis zu 30 Prozent der Ärzte zur Weiterbildung ins Ausland gehen, aber nur jeder Zehnte kehre zurück ...

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