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Demo gegen Entlassungen bei Hëllef Doheem: "Etappen wurden übersprungen"
Politik 11.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Demo gegen Entlassungen bei Hëllef Doheem: "Etappen wurden übersprungen"

90 Arbeitsplätze will die Geschäftsführung von Hëllef Doheem abbauen. Aus Solidarität mit den betroffenen Mitarbeitern nahmen rund 800 Personen an der Demo der Gewerkschaften teil.

Demo gegen Entlassungen bei Hëllef Doheem: "Etappen wurden übersprungen"

90 Arbeitsplätze will die Geschäftsführung von Hëllef Doheem abbauen. Aus Solidarität mit den betroffenen Mitarbeitern nahmen rund 800 Personen an der Demo der Gewerkschaften teil.
Anouk Antony
Politik 11.06.2015 Aus unserem online-Archiv

Demo gegen Entlassungen bei Hëllef Doheem: "Etappen wurden übersprungen"

Der LCGB und der OGBL haben auf einer Demo in Belair gegen den Sozialplan bei Hëllef Doheem mobilisiert. Die Direktion der Stiftung solle eigene Fehler bekennen und die Mitarbeiter nicht dafür büßen lassen, so die Botschaft der Gewerkschaften.

(BB) - Es muss gar nicht zum Stellenabbau bei Hëllef Doheem kommen, es gibt Alternativen, wiederholten die Gewerkschaften auf einer Demo am Donnerstag in Belair vor dem Sitz des Pflegenetzwerks. 

Der LCGB und der OGBL gaben sich kämpferisch und das um so mehr, weil die Verhandlungen bald ein anderes Ausmaß bekommen. Die Regierung hat angekündigt, als Vermittler eingreifen zu wollen, um Entlassungen zu vermeiden. Das wirft allerdings einige Fragen über die eigentliche Rolle der Gewerkschaften auf.

Direktion bleibt in der Verantwortung

Das Heft wollen die Arbeitnehmervertreter jedenfalls nicht völlig aus der Hand geben, wie sie auf der Demo zu verstehen gaben. Für die finanzielle Schieflage müsse die Direktion Rechenschaft ablegen, verlangte OGBL-Zentralsekretärin Nora Back. "Die Geschäftsführung steht in der Verantwortung. An flagranten Managementfehlern ist nicht die Regierung, sondern die Betriebsführung Schuld", so Nora Back.

Auch der LCGB erklärte, die Stiftung nicht aus der Verantwortung entlassen zu wollen. „Die Direktion hat eine Wunde in den 
Sozialsektor gerissen, die eine Narbe zurücklassen wird. Wenn wir nicht handeln, bleibt das nicht ohne Konsequenz für den gesamten Sozialdialog hier im Land“, meinte LCGB-Gewerkschafterin Céline Conter.

Fehlender Dialog

Finanzielle Engpässe im Pflegenetzwerk seien nicht genug und besonders nicht früh genug mit den Personalvertretern besprochen worden, beanstandeten die Gewerkschaften. Dass es sofort zum Sozialplan gekommen ist, sei schlicht inakzeptabel. Hier seien Etappen übersprungen worden.

Die genauen Gründe, wie es zum Sozialplan kommen konnte, bleiben also noch zu klären. Die Regierung will ihrerseits in den kommenden Tagen eine Gesprächsrunde mit allen Akteuren organisieren, um Alternativen zu den angekündigten 90 Entlassungen auszuloten. Minister Romain Schneider gab sich fürs Erste zuversichtlich, dass sich die Stiftung auf Gespräche einlässt. Wie ein erstes Sondierungsgespräch mit Hëllef Doheem verlaufen ist, wollte der Minister nicht näher verraten.




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