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Déjà-vu für die CSV
Politik 12.06.2018

Déjà-vu für die CSV

Von den 16 Chambersitzen im Norden und Osten gehen laut Sonndesfro acht an die CSV.

Déjà-vu für die CSV

Von den 16 Chambersitzen im Norden und Osten gehen laut Sonndesfro acht an die CSV.
Foto: Guy Jallay
Politik 12.06.2018

Déjà-vu für die CSV

Marc SCHLAMMES
Marc SCHLAMMES
Die Sonndesfro im Norden bestätigt das Ergebnis aus dem Osten: Die CSV verliert an Zustimmung. Davon profitieren die DP und die kleinen Parteien, ohne dass sich etwas an der Sitzverteilung ändert.

Auch wenn es Verluste auf hohem Niveau sind: Die CSV verliert an Zustimmung. Wie schon im Osten, büßt die größte Oppositionspartei in der jüngsten Sonndesfro auch im Norden rund vier Prozentpunkte an Zustimmung ein.

Erstmals seit die Sonntagsfrage von TNS-Ilres für das "Luxemburger Wort" und RTL durchgeführt wird, fallen die Christlich-Sozialen unter die 40-Prozent-Marke. Dass ihre Resultate an eine Achterbahnfahrt erinnern, zeigt der Blick auf 2013: Bei den letzten Parlamentswahlen kam die CSV zwischen Nordstad und Nordspitze auf 33,7 Prozent und vier Sitze. Laut Sonndesfro reicht es im Juni 2018 zu fünf Sitzen.

Von den drei Regierungsparteien kann die DP einen Achtungserfolg verbuchen. Die Liberalen verbessern sich innerhalb von sechs Monaten von 17,7 auf 20,3 Prozent. Damit nähern sie sich ihrem Wahlergebnis von vor fünf Jahren an, als es zu 23,7 Prozent der Stimmen und zwei Mandaten reichte.

Ein zweites Mandat hatte damals auch die LSAP via Restsitz errungen. Laut Sonndesfro geht dieses Mandat jedoch verloren. Und so können sich die Sozialisten lediglich trösten, in der Sonndesfro seit Dezember 2016 konstant zu bleiben, bei rund 14 Prozent.

Konstanz in den Umfrageergebnissen ist auch ein Merkmal der Grünen. Mit 9,4 Prozent liegen sie knapp unter dem Wert vom Dezember 2017 (10,1 Prozent); gleichzeitig bestätigen Déi Gréng, die nach dem tragischen Tod von Camille Gira im Ösling vor einer gewaltigen elektoralen Herausforderung stehen, ihr Wahlresultat vom Oktober 2013 (neun Prozent).


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Sonntagsfrage: CSV verliert vier Prozentpunkte
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Die beiden kleinsten Parteien im Parlament, ADR und Linke, können gegenüber Dezember 2017 zulegen. Beachtlich sind insbesondere die Zugewinne von Déi Lénk im Vergleich zu den Wahlen 2013: Sie gewinnen 3,2 Prozentpunkte hinzu, kommen auf 5,8 Prozent. Im Vergleich dazu büßen die Sozialisten 2,9 Prozentpunkte ein.

Zwischen DP und CSV endet der Vergleich zwischen Oktober 2013 und Juni 2018 gar als Nullsummenspiel: 3,4 Prozentpunkten an Verlusten bei den Liberalen stehen 3,4 Prozentpunkten an Zugewinnen bei den Christlich-Sozialen gegenüber.

  • Die „Sonndesfro“ wurde im Auftrag vom „Luxemburger Wort“ und RTL von TNS Ilres erhoben. Die Umfrage ist über einen Zeitraum von sechs Monaten erfolgt, belegt demnach einen längerfristigen Stimmungstrend als die kurzfristige, ereignisgetriebene Stimmungslage. Zwischen Anfang Dezember 2017 und Ende Mai 2018 wurden 3.521 Wahlberechtigte befragt, 987 im Zentrum, 1.411 im Süden, 647 im Norden und 476 im Osten. Die Auswertung wurde von Dr. Fritz Krauss durchgeführt. Hierbei wurde die Rückerinnerung, die Wahlabsicht, das letzte Wahlresultat und die Matrix (Rückerinnerung und Wahlabsicht) berücksichtigt. Absolute und proportionale Korrekturen der Bruttoresultate garantieren das bestmögliche Ergebnis. Die Angaben zur Methodologie wurden bei der ALIA (alia.lu) hinterlegt.



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