Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Déi Lénk und der Traum einer heilen Welt
Politik 4 16.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Déi Lénk und der Traum einer heilen Welt

Déi Lénk hatten zum Neujahrsempfang ins Bonneweger Kulturzentrum eingeladen.

Déi Lénk und der Traum einer heilen Welt

Déi Lénk hatten zum Neujahrsempfang ins Bonneweger Kulturzentrum eingeladen.
Foto: Pierre Matgé
Politik 4 16.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Déi Lénk und der Traum einer heilen Welt

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Am Donnerstag hatten Déi Lénk zum Neujahrsumtrunk ins Bonneweger Kulturzentrum geladen. In seiner Rede ging Gary Diderich ganz besonders auf die Wohnproblematik und die Herausforderung Klimawandel ein.

Déi Lénk wünschen sich eine andere Welt. Eine Welt, in der das Allgemeinwohl über den Partikularinteressen einzelner Politiker steht, wie Gary Diderich am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang im Bonneweger Kulturzentrum erklärte. Gemeint waren in erster Linie Wirtschaftsminister Etienne Schneider (LSAP) und Familienministerin Corinne Cahen (DP). "Politiker, die sich mehr um ihr eigenes Wohl als um das Allgemeinwohl sorgen, untergraben das Vertrauen in die Politik", so Diderich.

Die Regierung und das Post-Gebäude


ADR, Neujahrsempfang - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
ADR stellt Regierung vernichtendes Zeugnis aus
Bei ihrem Neujahrsempfang betreibt die Oppositionspartei Fundamentalkritik. Nach Innen zeigt sie sich überraschend geeint.

Diderich prangerte zunächst die Wohnungsbaupolitik der Regierung an. Einerseits suchten soziale Träger händeringend nach Gebäuden, die noch nicht der Spekulation zum Opfer gefallen sind, um Wohnraum zu schaffen. Andererseits gebe es Gebäude wie das hauptstädtische Postgebäude, "das einfach so vom Staat verkauft wird", monierte Diderich. Der neue Pacte logement sei überdies nicht in der Lage, den aktuellen Prozentsatz an öffentlichen Wohnungen beizubehalten, "weil der private Markt viel schneller wächst als das, was mit diesem Pacte möglich sein wird".

Gary Diderich warf den Politikern der Mehrheitsparteien vor, sich mehr um ihre Partikularinteressen zu sorgen als um das Allgemeinwohl.
Gary Diderich warf den Politikern der Mehrheitsparteien vor, sich mehr um ihre Partikularinteressen zu sorgen als um das Allgemeinwohl.
Foto: Pierre Matgé

Klimapolitik verfehlt Ziele

Diedrich hackte des Weiteren auf der Regierung wegen ihrer Klimapolitik herum. Die geplante CO2-Steuer führe keine Verhaltensänderung herbei, was selbst Energieminister Claude Turmes (Déi Gréng) zugegeben habe. "Die CO2-Steuer ist ineffizient, sie vertraut blind dem freien Markt und sie verstärkt soziale Ungleichheiten", sagte Diderich. Es müsse viel mehr gegen den Klimawandel getan werden, so der Differdinger Gemeinderat. "Wirklich handeln bedeutet, dass die öffentliche Hand sofort notwendige Regeln ergreift und Investitionen tätigt, die sicher zum Ziel führen", so Diderich, finanziert in erster Linie von den oberen Einkommensschichten statt die Allgemeinheit zu belasten und damit auch diejenigen, "die ohnehin große Probleme haben, über die Runden zu kommen".


Die öffentliche Hand - der Staat und die Gemeinden - stehen in der Pflicht, für erschwinglichen Wohnraum zu sorgen. Insgesamt liegen 2.800 Hektar Bauland im Perimeter. Doch laut einer LISER-Studie sind nur etwa 180 Hektar im Besitz der Gemeinden.
Pacte logement 2.0: Gemeinden in der Pflicht
Die Gemeinden sollen sich aktiver am Bau von erschwinglichem Wohnraum beteiligen. Das soll mit Hilfe des Pacte logement 2.0 gelingen. Am Dienstag fand eine Konsultierungsdebatte im Parlament statt.

In der Rede war auch noch Platz für einen Traum. Den Traum einer heilen Welt, nahe an der CO2-Neutralität, mit einem geringeren Energieverbrauch trotz Bevölkerungswachstum und einer solidarischen Gesellschaft, in der das Allgemeinwohl über dem Wohl des einzelnen steht.



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Déi Lénk und der Traum einer heilen Welt
Am Donnerstag hatten Déi Lénk zum Neujahrsumtrunk ins Bonneweger Kulturzentrum geladen. In seiner Rede ging Gary Diderich ganz besonders auf die Wohnproblematik und die Herausforderung Klimawandel ein.
Déi Lénk hatten zum Neujahrsempfang ins Bonneweger Kulturzentrum eingeladen.
CSV-Neujahrsempfang: "Wir sind bereit"
Die CSV lud am Donnerstag ihre Mitglieder und Anhänger wie gewohnt zum Neujahrsumtrunk in das Kulturzentrum "Am Sand" in Niederanven ein. Die Oppositionspartei ist zuversichtlich, bald wieder Regierungsverantwortung zu übernehmen.
IPO , Niederanven , am Sand , Neujahrsempfang CSV , Pot Nouvel An , Jean Claude Juncker Foto: Guy Jallay/Luxemburger Wort