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Déi Lénk stellen Konzept zur Wohnpolitik vor: Wohnungsbau statt Renditejagd
Politik 14.07.2017

Déi Lénk stellen Konzept zur Wohnpolitik vor: Wohnungsbau statt Renditejagd

Déi Lénk: Bekämpfung der Wohnungsnot mit Hilfe des "Fonds de compensation".

Déi Lénk stellen Konzept zur Wohnpolitik vor: Wohnungsbau statt Renditejagd

Déi Lénk: Bekämpfung der Wohnungsnot mit Hilfe des "Fonds de compensation".
Foto: Shutterstock
Politik 14.07.2017

Déi Lénk stellen Konzept zur Wohnpolitik vor: Wohnungsbau statt Renditejagd

In Luxemburg fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Dem wollen déi Lénk mit einem neuen Finanzierungskonzept entgegenwirken.

(seb) - Als "eines der größten sozialen Probleme Luxemburgs" sehen déi Lénk die hiesige Wohnungsbausituation. Allerdings, so der Vorwurf, glänzten hier alle anderen Parteien durch Untätigkeit. Ende letzten Jahres reichte der Abgeordnete David Wagner einen Gesetzesvorschlag ein mit konkreten Maßnahmen im Bereich Wohnpolitik. So sollen die Mietkaution begrenzt und die Maklerprovision nicht mehr vom Mieter, sondern dem jeweiligen Auftraggeber übernommen werden. 

Nun stellten déi Lénk ihr Konzept zur Umsetzung und Finanzierung des von ihnen geforderten Wohnungsbauprogramms vor. Dabei werden drei Ziele verfolgt. Neben der Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum sollen die Dominanz von Privatunternehmen auf dem Wohnungsmarkt reduziert sowie verstärkt nachhaltige Sanierungen gefördert werden.

Wohnungsbaugesellschaft als Zentralinstanz

Im Mittelpunkt des Konzepts steht dabei die Gründung einer öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft. Diese soll als eine Art Zentralinstanz die Finanzierung und Koordination des Baus öffentlicher Mietwohnungen übernehmen. Auch bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden soll dem neuen "Service Public de l'Habitat" eine führende Rolle zukommen.

Für die Finanzierung sieht der Vorschlag von déi Lénk vor, den 18 Milliarden Euro schweren "Fonds de compensation" anzuzapfen. Während hiervon der Großteil auf den Finanzmärkten angelegt wird, seien nur 800 Millionen Euro für Investionen in den Luxemburger Immobilienmarkt vorgesehen, erklärte Gary Diderich. Davon wiederum wird zurzeit eine Hälfte nicht angerührt, während die anderen 400 Millionen Euro hauptsächlich in Büro- und Geschäftsgebäude gesteckt werden.

Hier wollen déi Lénk ansetzen und die Gelder zielgerichteter für die Bekämpfung der hiesigen Wohnungsnot einsetzen. Statt mit den Fondsreserven eine Maximalrendite zu erzielen, soll vielmehr den realen Bedürfnissen des Wohnungsmarktes Sorge getragen werden, so die Forderung.