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Déi Lénk fordern „öko-sozialistische Alternative“ für Luxemburg
Politik 26.09.2021
Parteikongress

Déi Lénk fordern „öko-sozialistische Alternative“ für Luxemburg

Myriam Cecchetti und Nathalie Oberweis vertreten Déi Lénk im Parlament.
Parteikongress

Déi Lénk fordern „öko-sozialistische Alternative“ für Luxemburg

Myriam Cecchetti und Nathalie Oberweis vertreten Déi Lénk im Parlament.
Fotos: Gerry Huberty
Politik 26.09.2021
Parteikongress

Déi Lénk fordern „öko-sozialistische Alternative“ für Luxemburg

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Déi Lénk fordern bei ihrem Parteitag am Sonntag in einer Resolution eine öko-sozialistische Trendwende.

Normalerweise finden die Parteitage im Frühjahr statt. Doch in diesem Jahr sieht es etwas anders aus. Nach dem außerordentlichen Kongress der CSV am Samstag in Oberkorn steht am Sonntag ein regulärer Parteitag von Déi Lénk in Remich auf der Tagesordnung. 

Nathalie Oberweis und Myriam Cecchetti  sitzen seit Mai für Déi Lénk im Parlament.
Nathalie Oberweis und Myriam Cecchetti sitzen seit Mai für Déi Lénk im Parlament.
Foto: Anouk Antony

Die politischen Stellungnahmen der beiden Abgeordneten Nathalie Oberweis und Myriam Cecchetti stehen am Sonntag gleich zu Beginn im Mittelpunkt des Kongresses von Déi Lénk. In einer vorab veröffentlichten Kongressresolution geht es um eine „öko-sozialistische Alternative“. Zwar gebe es derzeit weltweit eine ganze Reihe von Krisen, doch der Klimawandel stelle „die größte Bedrohung für die Zukunft der Menschheit“ dar, heißt es in dem Dokument. 


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Die Pandemie habe gezeigt, wie anfällig das aktuelle System samt dem „frenetischen Profit-Wettlauf“ sei. Allerdings sei in den vergangenen anderthalb Jahren der Ruf nach einem starken Staat laut geworden. In Luxemburg habe die Regierung Anleihen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro aufgenommen, um die Covid-Krise zu schultern. Gleichzeitig schreibt sich nach Meinung von Déi Lénk die „neoliberale Entwicklung“ fort, etwa am Finanzplatz. 

Während besser situierte Haushalte kaum unter den Folgen der Pandemie zu leiden gehabt hätten, hätten all jene, die von der Kurzarbeit betroffen waren, mit 20 Prozent weniger Lohn auskommen müssen. Für Déi Lénk hat die Pandemie auch gezeigt, dass das Gesundheitswesen nicht gut auf Ausnahmesituationen vorbereitet ist. In der Resolution ist daher generell von „dysfonctionnements profonds du modèle capitaliste“ die Rede. Während die „plus petits“ besonders unter der Pandemie gelitten hätten, hätten die „plus grands, les chaînes commerciales, les multinationales, la grande finance“ davon profitiert.


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Um aus dieser Schieflage herauszufinden, brauche Luxemburg eine „öko-sozialistische Alternative“, hält die Resolution, die am Sonntag zu Abstimmungen kommen wird, fest. Allerdings gesteht die Partei in dem Dokument auch ein, dass sie nicht fest genug in der Gesellschaft verankert ist, um die „öko-sozialistische Alternative“ im Alleingang umzusetzen. Daher auch der Appell an die Mitglieder „à mettre sur pied une stratégie d'ancrage dans la population“. 

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