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Déi Lénk fordern einen Paradigmenwechsel
Politik 2 Min. 13.01.2022
Parteipositionen

Déi Lénk fordern einen Paradigmenwechsel

"Aufhören, an das Dogma des freien Marktes zu glauben" - Ko-Sprecher Gary Diderich (r.) bei der Demo von Déi Lénk gegen erhöhte Energiepreise.
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Déi Lénk fordern einen Paradigmenwechsel

"Aufhören, an das Dogma des freien Marktes zu glauben" - Ko-Sprecher Gary Diderich (r.) bei der Demo von Déi Lénk gegen erhöhte Energiepreise.
Foto: Anouk Antony/LW-Archiv
Politik 2 Min. 13.01.2022
Parteipositionen

Déi Lénk fordern einen Paradigmenwechsel

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Die Neujahrsansprache der Linken steht ganz im Zeichen ökosozialistischer Prinzipien.

„Stellt Euch vor, man hätte in einem partizipativen Ansatz gemeinsam nach Lösungen gesucht, um soziale Ungerechtigkeiten abzubauen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, mit dem Virus umzugehen,  auch anders umzugehen, Wohnraum zu schaffen und diesen auch bezahlbar zu machen“, mit diesen Worten begann der Ko-Sprecher von Déi Lénk, Gary Diderich am Donnerstag seine digitale Neujahrsansprache. 

Die Regierung hätte keine andere Wahl gehabt, als sich den Beschlüssen anzupassen, sonst hätte es Petitionen, Demonstrationen und Streiks gegeben, immer auf Basis einer solidarischen Vorstellung, wie man diese Gesellschaft gestalten könnte

Sozialer und politischer Mut ist gefragt

Diderich brach mit dieser Vision einer ganz anders organisierten Gesellschaft, die nicht dem Dogma folge, immer mehr Gewinn machen zu wollen, eine Lanze für eine andere Politik, eine, die nach ökosozialistischen Prinzipien funktioniere. „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel, wir brauchen sozialen Mut, politischen Mut und Solidarität.“ 

Wir brauchen sozialen Mut, politischen Mut und Solidarität.

Gary Diderich

Ipo , PK Dei Lenk , Rentree Politique , vlnr , Carole Thoma , Gary Diderich ,  Myriam Cecchetti , Nathalie Oberweis , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
"Die Regierung hat versagt"
Déi Lénk weisen auf soziale Ungerechtigkeiten beim Logement, in der Klimafrage sowie in der Bildungs- und Gesundheitspolitik hin.

Die Dreierkoalition betreibe dagegen Navigation a vue, mit einer bloßen Verwaltung der Probleme. Es würden Arbeiten an die großen Wirtschaftsberatungsfirmen ausgesourct, anstatt sich selber Kompetenzen zu geben und Leute auszubilden – es seien genug Menschen arbeitslos. 

Man könne ein Lied singen von dem, was schiefläuft in der Gesellschaft – von steigender Armut und sozialer Ungleichheit, steigenden Wohnungspreisen, kontinuierlichem Klimawandel und täglich an den Grenzen Europas sterbenden Flüchtlingen. „Um das zu ändern, müssen wir aufhören, an das Dogma des freien Marktes zu glauben.“ 

Nationaler Plan gegen Armut

Kritik kam aber auch am Umgang mit der Verfassungsreform, wo die vier großen Parteien zeigten, wie man sie „richtig in den Sand setzen kann“. Déi Lénk hätten dagegen eine alternative Verfassung eingebracht. 


Myriam Cecchetti und Nathalie Oberweis werden am Mittwoch im Parlament vereidigt.
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Diderich erinnerte auch daran, dass Déi Lénk einen nationalen Plan gegen Armut sowie eine Erhöhung des sozialen Mindestlohns um zehn Prozent forderten, um dem Phänomen der working poor entgegenzuwirken. „Wer arbeitet, muss auch von seinem Lohn leben können.“ 

Er stellte auch im Kampf gegen den Klimawandel Nachholbedarf vor allem im öffentlichen Transport und beim Wohnen fest. Hier sprach er sich für ein öffentliches Carsharing-Programm im ganzen Land aus, um die Lücken des öffentlichen Transports zu füllen. Die Prämien zur energetischen Sanierung müssten dagegen so gestaltet sein, dass nicht nur die Reichen davon profitierten. 

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