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Déi Lénk: Europawahlliste steht
Politik 7 17.03.2019

Déi Lénk: Europawahlliste steht

David Wagner steht ganz oben auf der Kandidatenliste.

Déi Lénk: Europawahlliste steht

David Wagner steht ganz oben auf der Kandidatenliste.
Foto: Guy Jallay
Politik 7 17.03.2019

Déi Lénk: Europawahlliste steht

Steve BISSEN
Steve BISSEN
Mit einer Doppelspitze ziehen Déi Lénk in den Europawahlkampf. David Wagner und Carole Thoma führen die Liste an.

Nach DP und Déi Gréng am Samstag, haben am Sonntag nun auch Déi Lénk ihre Kandidaten für die anstehenden Europawahlen Ende Mai nominiert. Die von der Parteiführung vorgeschlagene Kandidatenliste wurde im Centre Sociétaire in Cents von den Delegierten gutgeheißen. 

Für Déi Lénk kandidieren:

  • David Wagner
  • Carole Thoma
  • Gary Diderich
  • Sandrine Gashonga
  • Mara Martins
  • Antoni Montserrat. 

An der Spitze der Kandidatenliste stehen David Wagner und Parteisprecherin Carole Thoma. Ziel ist ein Sitz im EU-Parlament. Bei den vergangenen Europawahlen kam Déi Lénk auf 5,76 Prozent der Stimmen – weit entfernt von einem möglichen Sitz. 

Außerdem wurde das Programm für die Europawahlen, das vor allem auf die Schlagworte „sozial“ und „ökologisch“ setzt, bei fünf Enthaltungen mit 50 Ja-Stimmen angenommen. Die Bewältigung des Klimawandels erfordere eine umfassende ökologische Transformation der Gesellschaft, allerdings nicht zu Lasten von sozial benachteiligten Schichten, so Déi Lénk. „Eine andere, soziale Union“ – das ist der Wunsch der Linken. 

Außerdem sind multinationale Konzerne und deren intensiv betriebener Lobbyismus auf europäischer Ebene Déi Lénk ein Dorn im Auge. Deren privilegierter Einfluss auf das Gesetzgebungsverfahren in Brüssel müsse unbedingt unterbunden werden, so die Forderung. Dazu passt der Slogan „Eist Liewen, net hir Profiter“, mit dem die Partei in den Wahlkampf zieht. 

Geringe Erfolgsaussichten

Bisher konnten Déi Lénk in ihrer noch kurzen Geschichte keinen Mandatär ins EU-Parlament schicken. Und auch dieses Mal sind die Erfolgsaussichten eher mager. Der Grund ist einfach. Da insgesamt nur sechs Mandate in einem nationalen Wahlbezirk gewählt werden, sind die prozentualen Hürden zur Erringung eines Mandats vergleichsweise hoch. Dies gilt nicht nur für Déi Lénk, sondern auch für ADR und die Piraten.

Gerade ihre bisherige Unerfahrenheit in Brüssel möchten Déi Lénk im Wahlkampf aber nutzen, um sich dem Wähler als unverbrauchte Partei zu präsentieren – im Sinne eines klaren Bruchs mit den bisher für Luxemburg im EU-Parlament vertretenen Parteien CSV, DP, LSAP und Déi Gréng. Ob dieses Konzept am Ende aufgeht, wird sich am 26. Mai zeigen.  


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