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Déi Lénk: Energieeinsparungen für jeden zugänglich machen
Politik 2 Min. 30.07.2020

Déi Lénk: Energieeinsparungen für jeden zugänglich machen

Archivbild Gary Diderich

Déi Lénk: Energieeinsparungen für jeden zugänglich machen

Archivbild Gary Diderich
Lex Kleren
Politik 2 Min. 30.07.2020

Déi Lénk: Energieeinsparungen für jeden zugänglich machen

Morgan KUNTZMANN
Morgan KUNTZMANN
Die Linke Partei kritisiert die Strategie der Regierung für die energetische Sanierung von Wohnungen und bietet eine sozial verträgliche Alternative an.

„Die, die sich Investitionen leisten können, kriegen noch zusätzliche Hilfe. Während einkommensschwache Personen, seien es Wohneigentümer oder Mieter, die oft in älteren Wohnungen mit hohem Energiebedarf leben, nicht davon profitieren können“, so fasste der Parteisprecher der Linken Gary Diederich das Problem der Regierungsstrategie für die energetische Sanierung von Wohnraum vor der Presse am Donnerstag zusammen.

„Besonders Heizkosten überfordern Haushalte mit niedrigem Einkommen. Die CO2-Steuer wird diese Ungerechtigkeit noch vergrößern“, fügte Diederich an. Die Linke bieten einen sozial verträglicheren Plan an, der zielgerichteter sei und Luxemburg ermöglicht seine Klimaziele im Bereich Wohnen zu erreichen. „Das Fördergeld ist vorhanden, es wurde ja schon vom Parlament freigegeben“, erklärte der Parteisprecher, „es soll nur dort ankommen, wo es am dringendsten benötigt wird.“ 

Öffentliches Finanzierungssystem 

Damit die Fördergelder gezielt für Wohnungen und Häuser benutzt werden, die eine Energiesanierung am meisten benötigen, müssten die Gemeinden und Sozialämter mit eingebunden werden. „Die wissen welche Häuser und Wohnungen baufällig sind“, erklärte Diederich. Dazu fordert Déi Lénk ein „Service public de l'habitat“


In den nächsten Wochen sollen die Probleme ausgeräumt werden, verspricht das Umweltminsiterium.
"Prime House": Schleppende Sanierung
Die Regierung geht in der energetischen Sanierung völlig neue Wege. In der Praxis führt das jedoch dazu, dass fünf Monate, nachdem die Förderprogramme eingeführt wurden, Verwirrung bei Hausbesitzern und Energieberatern herrscht.

Diese Verwaltung soll die thermischen Renovierungsprojekte koordinieren und finanzieren. „Die Regierung setzt weiterhin auf private Initiativen und Kapital mit einem System von Subventionen für Hausbesitzer, Steuererleichterungen und Vereinbarungen zwischen Privatbanken und dem Staat“, so Déi Lénk. Die niedrige Zahl der Anträge für die staatlichen Beihilfen würde zeigen, dass dieser Ansatz gescheitert sei, so der Parteisprecher. 

Im Gegensatz zu der bisherigen Strategie, soll es mithilfe dieser neuen Verwaltung auch einem Mieter möglich sein, ein Renovierungsprojekt anzustoßen. Der Mieter könne sich an diese Verwaltung wenden, diese wiederum würde die Anfrage prüfen. Daraufhin trete der „Service public“ mit dem Eigentümer in Kontakt und helfe ihm bei der Ausarbeitung eines Renovierungsprojektes. 

„Die Koordination durch den Staat ist wichtig“, betonte Diederich, „es gibt viele Wohneigentümer, die eine thermische Sanierung angehen wollen, sich aber aus verschiedenen Gründen nicht trauen. Ein Großteil der Fördergelder bleibt ungenutzt.“ 


IPO , PK Greng Relance fir Letzebuerg , Dieschbourg u. Turmes , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
Grüner Neustart durch Renovierungen
Die Wirtschaft Luxemburgs soll mithilfe des Energie- und Klimaplans gestärkt und umweltfreundlicher aus der Covidkrise herauskommen. Die erste Maßnahme geht in die Richtung.

Gary Diederich wurde von den anwesenden Journalisten auf die Mieterhöhung, die ein Vermieter nach Renovierungen durchführen kann, angesprochen. „Da die Sanierungsarbeiten mit öffentlichen Geldern finanziert werden, dürfte keine Mieterhöhung durchgeführt werden“, so Diederich. 

Ein entsprechender Antrag wurde von Déi Lénk im Dezember 2019 in der Abgeordnetenkammer gestellt, in dem die Regierung aufgefordert wurde, ihre Strategie für die energetische Sanierung von Gebäuden zu überprüfen. Der Antrag wurde begrüßt und an den Parlamentsausschuss weitergeleitet. „Leider ist der Antrag seitdem in der Schublade verschwunden“, äußerte sich Gary Diederich ironisch vor der Presse.

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