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Déi Gréng: Startklar für die Europawahl
Politik 4 16.03.2019

Déi Gréng: Startklar für die Europawahl

Spitzenkandidatin für die Europawahlen, Tilly Metz, hält eine Rede beim Europawahlkongress der Grünen.

Déi Gréng: Startklar für die Europawahl

Spitzenkandidatin für die Europawahlen, Tilly Metz, hält eine Rede beim Europawahlkongress der Grünen.
Foto: Roland Miny
Politik 4 16.03.2019

Déi Gréng: Startklar für die Europawahl

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Soll Europa auch in Zukunft ein Kontinent der Freiheit, der Menschenrechte, des sozialen und ökologischen Fortschritts sein, führt kein Weg an den Grünen vorbei. Das ist zumindest das Selbstverständnis der Grünen, die am Samstag in Moutfort ihren Europawahlkongress abhielten.

Die Grünen waren bei den Parlamentswahlen im vergangenen Oktober die klaren Wahlgewinner. Auch in anderen Ländern haben die Grünen zugelegt. Gleichzeitig erstarken aber auch die populistischen Kräfte in Europa. Angesichts dieser Bedrohung sehen die Grünen sich umso mehr in der Verantwortung, für die europäischen Werte, für ein soziales, gerechtes und menschenfreundliches Europa zu kämpfen und den Zusammenhalt in der EU zu stärken.

Beflügelt durch die aktuellen weltweiten Klimaproteste sehen Déi Gréng es als erwiesen an, dass die Menschen eindeutig mehr grüne Politik erwarten - vor allem die jungen Generationen. „Ich bin stolz, dass meine Generation auf die Straße geht, um den Planeten zu retten“, sagte der 27-jährige Sprecher der jungen Grünen, Meris Sehovic. „Wir sind die erste Generation, die die Folgen des Klimawandels direkt spürt, und wir sind zugleich die letzte Generation, die noch etwas dagegen unternehmen kann.“

Der Klimawandel zwinge viele Menschen zur Flucht. Armut, Konflikte und Krieg würden durch die Klimakrise noch befeuert. Insofern seien die Klimaproteste zugleich auch Friedensproteste, so Sehovic.

„Wir Grüne werden gebraucht“

Die Grünen sehen sich als die entscheidende politische Kraft, die dem Populismus am meisten Widerstand bieten und Europa voranbringen kann. Mit diesem Gefühl, gebraucht zu werden, starten die Luxemburger Grünen in die Europawahlen. „Wir haben seit gestern eine große Mehrheit, die weitreichendere Maßnahmen im Klima- und Umweltschutz fordert“, sagte Energieminister Claude Turmes mit Bezug auf die Klimaproteste. Auf der Ebene der EU-Kommission sei das legislative Arsenal hierfür vorhanden. „Wir müssen diese Wahlen nutzen, um die Klimaskeptiker, die zugleich Zuwanderungskritiker sind, zurückzudrängen und die progressiven Kräfte nach vorne zu bringen.“

Um 12.20 Uhr haben die Delegierten das Europawahlprogramm einstimmig verabschiedet, dies, nachdem sich der Kongress über längere Zeit mit der Ausformulierung des Programms beschäftigt und eine Reihe von Änderungsanträgen diskutiert, angenommen, geändert oder auch verworfen hatte. Viele Änderungsanträge stammten aus der Feder der jungen Grünen.

Große Mehrheit für Europawahlliste

Die Liste mit den sechs Europawahlkandidaten wurde mit 140 von 146 Stimmen angenommen. Die Liste wird angeführt von der Doppelspitze Tilly Metz und Meris Sehovic. Die anderen Kandidaten sind Tanja Duprez, Christian Kmiotek, Martin Kox und Jessie Thill.


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