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Déi Gréng: Ende eines schwarzen Sommers
Politik 03.10.2019

Déi Gréng: Ende eines schwarzen Sommers

Die drei Neuen: Die künftigen Abgeordneten Samiray Ahmedova und Chantal Gary, sowie der designierte Wohnungsbauminister Henri Kox.

Déi Gréng: Ende eines schwarzen Sommers

Die drei Neuen: Die künftigen Abgeordneten Samiray Ahmedova und Chantal Gary, sowie der designierte Wohnungsbauminister Henri Kox.
Foto: Gerry Huberty
Politik 03.10.2019

Déi Gréng: Ende eines schwarzen Sommers

Marc SCHLAMMES
Marc SCHLAMMES
Man darf von einem emotionsgeladenen Kongress ausgehen, wenn Déi Gréng am Abend im Tramsschapp zusammenkommen. Die Partei hat schließlich turbulente Tage hinter sich liegen.

Erst das gesundheitliche Drama um Felix Braz. Dann die "Gaardenhaischen"-Affäre um Roberto Traversini und Carole Dieschbourg. Auf all diese Schlagzeilen hätten Déi Gréng wohl liebend gern verzichtet. 

Neuanfang mit der Rentrée parlementaire

Den außerordentlichen Parteitag am Donnerstagabend wollen die Grünen  denn auch dazu nutzen, um einen Schlussstrich unter diesen schwarzen Sommer 2019 zu ziehen - um bereit zu sein für die mit der Rentrée parlementaire anstehenden Herausforderungen.


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Mit der Wahl von Henri Kox zum neuen Wohnungsbauminister sollen im Tramsschapp die personellen Weichen gestellt werden, um diese Herausforderungen zu meistern. Der parteiinternen Geschlossenheit wird es dabei nützlich sein, wenn die Basis den Vorschlag der Parteileitung, dem Routinier aus Remich das Logement-Ressort anzuvertrauen, mit sehr breiter Mehrheit annimmt. 

Weichen für die Wahlen gestellt

Im Parlament sind diese Weichen gestellt: Mit der parlamentarischen Rentrée sollen mit Samiray Ahmedova (38 Jahre) und Chantal Gary (30 Jahre) zwei neue Abgeordnete vereidigt werden. Gewollt oder nicht, Déi Gréng verfügen dann über die jüngste Fraktion am Krautmarkt und haben ihre Erneuerung mit Blick auf die Wahlen 2023 vollzogen.

Mit der Rentrée parlamentaire am kommenden Dienstag wird es für die Grünen dann darum gehen, inhaltlich zu liefern – auch mit Blick auf die nächsten Wahltermine. 

Henri Kox folgt auf Sam Tanson im Wohnungsbauministerium. Tanson behält das Kulturressort und übernimmt die Justiz von Felix Braz.
Henri Kox folgt auf Sam Tanson im Wohnungsbauministerium. Tanson behält das Kulturressort und übernimmt die Justiz von Felix Braz.
Foto: Gerry Huberty

Vor allem aber mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen, bei denen die Wähler gerade den Grünen einen beachtlichen Glaubwürdigkeits- und Vertrauensbonus zugestehen: Im Energie- und Klimadossier sind sie gefordert und die beiden Ressortminister Carole Dieschbourg und Claude Turmes müssen bis Jahresende einen Energie- und Klimaplan vorlegen, der den Ambitionen und Zielen gerecht wird. Unter anderem will Luxemburg bis 2030 seine CO2-Emissionen um 50 bis 55 Prozent reduzieren.


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Und dann stehen Déi Gréng auch im Wohnungsbau an vorderster Front, wenn es darum geht, in Zukunft schneller und billiger zu bauen. Mit Henri Kox (58 Jahre) übernimmt nun ein Mann das Ressort, der zumindest ausreichend Erfahrung mitbringt; in der Chamber leitete er die parlamentarische Wohnungsbaukommission, auf kommunaler Ebene war er während langen Jahren als Bürgermeister mit den Logement-Sorgen einer Gemeinde betraut.   



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