Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Debatte zur Privatisierung des Schulwesens findet statt
Politik 20.01.2021

Debatte zur Privatisierung des Schulwesens findet statt

Debatte zur Privatisierung des Schulwesens findet statt

Foto: Guy Wolff/LW-Archiv
Politik 20.01.2021

Debatte zur Privatisierung des Schulwesens findet statt

Morgan KUNTZMANN
Morgan KUNTZMANN
Die öffentliche Petition „Keine Privatisierung der öffentlichen Schulen in Luxemburg“ mit 4.883 Unterschriften hat das nötige Quorum erhalten.

Noch am Montag hat die Staatsbeamtengewerkschaft (CGFP) ein Schlichtungsverfahren eingeleitet. Grund ist die in ihren Augen schleichende Privatisierung des öffentlichen Dienstes.

In diese Richtung geht das Gesetzesprojekt 7662 von Bildungsminister Claude Meisch. Das Gesetz sieht vor, Direktionsposten in Lyzeen für Akteure aus der Privatwirtschaft zugänglich zu machen. Doch es hagelte Kritik von allen Seiten. Gewerkschaften sprachen sich dagegen aus, sodass der Bildungsminister das Gesetz vorläufig zurückzog. 


Gilles Everling (Apess), Jules Barthel (SEW) und Vera Dockendorf (SEW) fordern eine grundlegende Diskussion mit allen Schulpartnern und mit Bildungsforschern über die künftige Ausrichtung der öffentlichen Schule in Luxemburg.
Privatisierung im öffentlichen Dienst: Gewerkschaften blasen zum Kampf
Die Gewerkschaften wehren sich gegen die Privatisierungstendenzen im öffentlichen Dienst. Auch im Bildungssektor will man dieser schleichenden Entwicklung nicht länger zusehen.

Petition 1717 fordert den sofortigen Stopp der Privatisierung der öffentlichen Schulen und eine klare Absage an das Gesetzesprojekt. Petitionärin Ana Maria Pinto möchte, dass Direktorenposten weiter für Personen verschlossen bleiben, die nicht die geforderten pädagogischen, didaktischen und sprachlichen Kenntnisse besitzen. 

Da die öffentliche Petition 1717 „Keine Privatisierung der öffentlichen Schulen in Luxemburg“ mit 4.883 Unterschriften das nötige Quorum erhalten hat, wird eine öffentliche Debatte stattfinden. Das Datum der Anhörung ist noch nicht bekannt.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema