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Daten von 24.000 Personen auf der Chamber-Webseite sichtbar
Politik 05.08.2021
Name und Adresse

Daten von 24.000 Personen auf der Chamber-Webseite sichtbar

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Daten von 24.000 Personen auf der Chamber-Webseite sichtbar

Foto: LW-Archiv/Lex Kleren
Politik 05.08.2021
Name und Adresse

Daten von 24.000 Personen auf der Chamber-Webseite sichtbar

Die Namen und Adressen von insgesamt 24.000 Menschen waren auf der Webseite des Parlaments einsehbar.

(SC) - Wie die Chamber am Donnerstagmittag mitteilt, waren die persönlichen Daten - Name und Adressen - von rund 24.000 Menschen, die an Online-Petitionen teilgenommen hatten, öffentlich auf der Chamber-Webseite chd.lu sichtbar. Ein Nutzer habe dem Parlament das Datenleck gemeldet.

„Die Daten waren zu keinem Zeitpunkt auf der neuen Webseite petitiounen.lu zugänglich, auf dem Petitionen eingereicht, unterschrieben und eingesehen werden“, so Laurent Scheeck, Generalsekretär der Chambre des Députés am Donnerstag. 


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Das technische Problem auf der Internetseite chd.lu sei schnellstmöglich behoben worden. Eine neue Version der Webseite gehe Ende kommenden Jahres Online. Bei der Veröffentlichung der Daten habe es sich „weder um ein Leck, noch um eine böswillige Aktion gehandelt“, so Scheeck. Andere Daten seien nicht betroffen gewesen.

Bürger, die eine öffentliche Petition unterschreiben, haben am Ende des Vorgangs die Möglichkeit, ihren Namen und Wohnort mit ihrer Unterschrift zu veröffentlichen. Der technische Fehler machte die Namen und Adressen von Unterzeichnern potenziell aber auch ohne deren Einverständnis sichtbar. Dieser fehlerhafte Prozess existierte mindestens schon seit Juni 2021 und wurde schließlich am 2. August behoben, so die Chamber. Eine Untersuchung soll nun den genauen Zeitrahmen klären.


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Die notwendigen Prozeduren wurden inzwischen eingeleitet: Die Datenschutzbeauftragte habe eine Analyse gestartet und die Commission nationale pour la protection des données (CNPD) sei informiert.

„Die Chambre des Députés dankt dem Nutzer, der den Fehler gemeldet hat, und entschuldigt sich bei den Menschen, deren persönliche Daten irrtümlicherweise veröffentlicht wurden“, so die Chamber in ihrer Mitteilung.

Es ist nicht das erste Mal, das die Chamber von einer IT-Panne betroffen ist. 2018 war eine größere Sicherheitslücke auf der Parlamentswebsite aufgeflogen. Mithilfe von manipulierten Web-Adressen konnten sich Außenstehende Zugriff auf nicht-öffentliche Dokumente verschaffen – darunter etwa provisorische Berichte der Geheimdienstkontrollkommission. Ein Justizverfahren gegen zwei Journalisten des Radiosenders 100,7, die über das Datenleck berichtet hatten, wurde 2019 eingestellt. 

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