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Das Wichtigste vom CSV-Kongress
Politik 23 26.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Das Wichtigste vom CSV-Kongress

Serge Wilmes (l.) gratuliert Frank Engel zu seinem Sieg.

Das Wichtigste vom CSV-Kongress

Serge Wilmes (l.) gratuliert Frank Engel zu seinem Sieg.
Foto: Laurent Blum
Politik 23 26.01.2019 Aus unserem online-Archiv

Das Wichtigste vom CSV-Kongress

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Für die CSV geht ein ereignisreicher Vormittag zu Ende. Marc Spautz und Laurent Zeimet haben das Zepter an Frank Engel und Felix Eischen weitergereicht. Sie sollen der CSV wieder zu alter Stärke verhelfen und sie regierungsfähig machen.

533 Delegierte haben sich am frühen Samstagmorgen nach Moutfort aufgemacht, um eine neue Parteiführung und ein neues Nationalkomitee zu wählen.

Der neue Präsident heißt Frank Engel. Der Europaparlamentarier konnte sich mit 54 Prozent der Stimmen gegen seinen Konkurrenten Serge Wilmes durchsetzen. Für Engel stimmten 287 Delegierte, 245 hatten sich für Wilmes entschieden. Frank Engel löst Marc Spautz an der Spitze der Partei ab.


Felix Eischen wurde mit knapp 94 Prozent der Stimmen zum Generalsekretär gewählt. Er übernimmt den Posten von Laurent Zeimet.

Die beiden Vizevorsitzenden heißen Elisabeth Margue und Stéphanie Weydert.

Das zentrale Thema aller Redner war der Neuanfang nach der gescheiterten Wahl im vergangenen Oktober. Nach vorne blicken statt zurück, lautete das Motto. "Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken", sagte Parteipräsident Marc Spautz zu Beginn des Kongresses. Unabhängig vom Ausgang der Wahl werde er die neue Parteispitze zu 100 Prozent unterstützen. Generalsekretär Laurent Zeimet mahnte seinerseits dazu, sich kritisch mit den Entscheidungen, die in der Wahlkampagne getroffen wurden, auseinanderzusetzen.

Der neue Generalsekretär Felix Eischen sah die Notwendigkeit, der Partei einen moderneren Auftritt zu verpassen, vor allem in den sozialen Medien, um näher an den jungen Menschen und deren Lebensalltag zu sein.

Frank Engel meinte gar, die CSV müsse eine "coole Partei" werden, "so wie die Piraten und die Grünen es in den Augen vieler Menschen sind". Sein Ziel sei es, die CSV wieder in die Lage zu versetzen, Verantwortung in einer Regierung zu übernehmen. In seiner ersten Ansprache als Parteipräsident sagte Engel, dass die CSV eine Partei für alle Menschen im Land sein müsse, also auch der einfachen Bevölkerung, "und kein Akademikerverein".

Ihn interessiere weder die Ausbildung noch der Kontostand der Menschen. Jeder Bürger müsse Zugang zu allen Leistungen im Land haben. "Das ist heute nicht der Fall und das müssen wir hinbekommen. Zusammen." Mit Lamentieren müsse definitiv Schluss sein. "Wir müssen uns in die Position versetzen, bei den nächsten Wahlen wieder Verantwortung übernehmen zu können."

Im Nationalkomitee sind vertreten:

Romy Karier und Charles Weiler (Norden)

Christophe Origer und Joëlle Lelong (Osten)

Vincent Reding und Marion Zovilé-Braquet (Zentrum)

Anouk Boever-Thill und Christian Weis (Süden)








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