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Das Sozialisten-Mobil
Présentation campagne électorale LSAP, Foto Lex Kleren

Das Sozialisten-Mobil

Lex Kleren
Présentation campagne électorale LSAP, Foto Lex Kleren
Politik 04.09.2018

Das Sozialisten-Mobil

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Kurz und knapp: Mit dem Slogan "Zesummen" geht die LSAP in den Wahlkampf. Sie richtet sich gezielt gegen Ausgrenzung und steht für eine multikulturelle Solidargemeinschaft ein.

Die Industriebrache ArcelorMittal Esch-Schifflingen hinter der Domaine du Schlassgoart hatten sich die Sozialisten symbolträchtig herausgesucht, um ihren Slogan vorzustellen und ihre Wahlkampagne offiziell zu starten. Im Bus werden sie unterwegs sein - zusammen, so wie der Slogan es schon sagt. "Wir wollen bewusst nicht ausgrenzen, so wie andere Parteien es tun. Die CSV, die für den Wechsel und gegen Blau-Rot-Grün ist, die DP, die mit der Zukunft op Lëtzebuergesch die Hälfte der Bevölkerung ausgrenzt oder die, die am rechten Boden grasen. Das sät Intoleranz, wie man im Ausland sieht", sagte LSAP-Spitzenkandidat Etienne Schneider am Dienstag.

Mit einem historischen Abriss über die Entwicklung des Wohlstands erinnerte er daran, dass Luxemburg arm war, bis Eisenerz gefunden wurde, dass man auf das Know how und die Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen war, um zusammen mit anderen die Stahlindustrie aufzubauen, dass man nur solidarisch zusammen die Stahlkrise überstand und nur mit anderen Experten und Kapital aus dem Ausland in den 1970er Jahre den Finanzplatz aufbauen konnte. "Die Kampagne ist nicht auf dem Spitzenkandidaten, sondern auf den ganz vielen Kandidaten aufgebaut", betonte Schneider. "Wir werden mit dem Bus zusammen unter die Leute gehen und mit ihnen diskutieren."

Starkes Zeichen gegen Ausgrenzung setzen

Auch der Süd-Spitzenkandidat, Außenminister Jean Asselborn appellierte an Toleranz und Gemeinsamkeit: "Es gibt Leute, die unsere Sprache nicht von der Wiege an gelernt haben, aber heute den Bau, die Krankenhäuser, den Finanzplatz im Gang halten. Wir dürfen mit der luxemburgischen Sprache die Leute nicht auseinander treiben, sondern müssen sie damit zusammen bringen." Die internationale Weltlage im Blick, forderte er, dass multilateral zusammen gearbeitet wird. "Wenn wir auf Unilateralismus setzen, geht die Welt kaputt." 

Die Sozialisten hätten in der Legislatur 1974/79 dafür gesorgt, dass Luxemburg im 20. Jahrhundert angekommen ist und auch dieses Mal viel fertig gebracht. "Wir wollen alles tun, um das Land weiterhin voran zu bringen." Wer mehr dazu wissen will, kann den multimedial ausgestatteten Sozialisten-Bus aufsuchen, sich eine "Zesummen-Limo" nehmen, die 70 thematischen Videos anschauen, mit denen die Sozis ihre Positionen klar machen und selber ein Video aufnehmen, mit den eigenen Gedanken und Wünschen. Er ist in den nächsten Wochen im ganzen Land unterwegs.  


 


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