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Das Luxemburger Erfolgsmodell weiterdenken
Politik 2 Min. 17.09.2018

Das Luxemburger Erfolgsmodell weiterdenken

Damit der Wirtschaftsstandort Luxemburg auch in Zukunft konkurrenzfähig bleibt, muss der Weg der letzten fünf Jahre weitergegangen werden.

Das Luxemburger Erfolgsmodell weiterdenken

Damit der Wirtschaftsstandort Luxemburg auch in Zukunft konkurrenzfähig bleibt, muss der Weg der letzten fünf Jahre weitergegangen werden.
Foto: Gerry Huberty
Politik 2 Min. 17.09.2018

Das Luxemburger Erfolgsmodell weiterdenken

Glenn SCHWALLER
Glenn SCHWALLER
Am Montag stellte die DP den letzten Teil ihres Wahlprogrammes vor. Dabei ging es um die Zukunft der Wirtschaft und der Finanzpolitik.

"Luxemburgs Erfolgsmodell muss weiter gedacht, und nicht umgedacht werden", betonte Finanzminister Pierre Gramegna. Zusammen mit der DP-Parteipräsidentin und Familien- und Integrationsministerin Corinne Cahen präsentierte er am Montagmorgen die letzte der insgesamt fünf Säulen, auf denen das Wahlprogramm der Partei fußt. Beide lobten die Arbeit der vergangenen fünf Jahre, schauten jedoch auch in die Zukunft. Digitalisierung und Nachhaltigkeit seien dabei die zentralen Herausforderungen für die Wirtschaft.

Positiver Rückblick

Gramegna blickte gleich zu Beginn der Pressekonferenz auf die vergangene Legislaturperiode zurück. Dabei sind ein starkes Wirtschaftswachstum sowie eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt erkennbar. Die Menschen profitierten von diesem Aufschwung, beispielsweise durch Steuerentlastungen in Höhe von insgesamt 300 Millionen Euro, so Gramegna weiter. Damit diese Entwicklung auch in Zukunft fortgesetzt werden kann, müsse die Steuerpolitik moderner und gerechter werden. Ziel sei es, dass jeder von der Reform profitiere und es keine Benachteiligten gebe. So strebt die DP unter anderem eine Individualisierung der Besteuerung an. Auch fordert die Partei Anpassungen bei der Erbschaftssteuer auf indirekten Steuern.

Damit Luxemburg im internationalen Kontext weiterhin konkurrenzfähig bleiben soll, möchte die Partei die Diversifikation der Wirtschaft weiter vorantreiben. So müssten vor allem Unternehmen ins Land kommen, die einen hohen Mehrwert mit sich bringen, dazu zählten laut Gramegna beispielsweise die Digital- und Kreativwirtschaft. Des Weiteren fordert der Finanzminister ein Absenken des globalen Steuersatzes für Unternehmen. Dieser soll von aktuell 26,1 Prozent an den Durchschnitt der anderen EU- und OECD-Länder, der bei 23 Prozent liegt, angepasst werden.

Ein weiteres Anliegen der Partei ist die Liberalisierung der Öffnungszeiten im Einzelhandel. Ein solches Umdenken würde vor allem durch die steigende Konkurrenz durch Internetunternehmen nötig, betonte die Familien- und Intergrationsministerin. "Jedes Geschäft muss selber entscheiden dürfen, wann es öffnet und wann es schließt", so Cahen weiter. Zudem stellt die DP neue Wirtschaftszonen in den Grenzregionen sowie eine Dezentralisierung der Arbeitsplätze in Aussicht. Man wolle die Arbeitsplätze zu den Menschen bringen und nicht umgekehrt.

Mittelstand stärken

"Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Ökonomie", stellte Cahen fest. Um diesen zu unterstützen, schlägt sie mehrere Maßnahmen vor, darunter ein Absenken der Körperschaftssteuer für kleine und mittelgroße Unternehmen, sowie ein Abbau der Bürokratie. Auch soll den mittelständischen Betrieben mehr Platz in den Aktivitätszonen zur Verfügung stehen.



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