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D'politesch Woch: Nondidjö, jetzt auch noch der Mittelfinger!
Politik 2 Min. 11.03.2023
Der satirische Wochenrückblick

D'politesch Woch: Nondidjö, jetzt auch noch der Mittelfinger!

Der satirische Wochenrückblick

D'politesch Woch: Nondidjö, jetzt auch noch der Mittelfinger!

Politik 2 Min. 11.03.2023
Der satirische Wochenrückblick

D'politesch Woch: Nondidjö, jetzt auch noch der Mittelfinger!

Simone MOLITOR
Simone MOLITOR
Der Wahlkampf hat begonnen. Die Mittelfinger werden schon mal in Stellung gebracht und der feministische Marsch als Laufsteg missbraucht.

Montag

In Luxemburg verdienen Frauen mehr als Männer, meldete der Statec. Sofort gingen die Männer auf die Straße. Angeblich wurde der Polizei der Diebstahl mehrerer Plakate mit der Forderung nach Lohngleichheit gemeldet, die die Plattform JIF für den Weltfrauentag angefertigt hatte.


Chamber: Kersch pöbelt - Cecchetti zeigt ihm den Mittelfinger
Bei der Debatte über das Tripartite-Abkommen kam es zu hitzigen Szenen. Im Mittelpunkt des Geschehens: Dan Kersch (LSAP) und Myriam Cecchetti (Déi Lénk).

Dienstag

Der Ton in der Chamber wird rauer. Hier ein „Nondidjö“, da ein „Topert“ und nun auch noch ein linker Stinkefinger. Da hatte Krawallmacher Dan Kersch doch Myriam Cecchetti tatsächlich derart provoziert, dass sie einen Krampf im Mittelfinger bekam. Die Geste sei überhaupt nicht so gemeint gewesen, entschuldigte sie sich am Ende. Klar, wer kennt es nicht, da will man einfach nur eine wegwerfende Bewegung à la „klibber mech“ machen und, schwupps, schnellt der Mittelfinger nach oben. Im Eifer des Gefechts kann das schon mal passieren. Kammer-Tiger Etgen hatte es indes versäumt, rechtzeitig an seiner Glocke zu bimmeln, um den pöbelnden LSAP-Mann zu stoppen.


Kerschs Attacke stößt bei Abgeordneten auf Kritik
Nicht nur der Stinkefinger von Myriam Cecchetti (Déi Lénk) sorgt für Gesprächsstoff, auch die Provokationen von Dan Kersch (LSAP) kommen nicht gut an.

Mittwoch I

Gleich eingangs der nächsten Sitzung erhob Etgen dann den mahnenden Mittel-, pardon, Zeigefinger und erinnerte die Abgeordneten daran, doch bitte zu überlegen, was sie sagen, bevor sie es sagen. Ein wertvoller Tipp. Manche wussten das schlicht nicht. An einem Chamber-Knigge sollte trotzdem gearbeitet werden. Unterdessen eilte Außenminister Asselborn nach überstandener schwerer Grippe sofort aus dem Krankenhaus in die Chamber, die Infusionsnadel noch im Arm, pflichtbewusst wie eh und je, um der Debatte über Abschieberegelungen beizuwohnen. Für Stunk sorgte am selben Tag die ADR mit einer vernichtenden Esch2022-Analyse, was beim Escher Deputé-Maire Mischo ein fünf Minuten dauerndes Kopfschütteln zur Folge hatte. So klar drückt er sich sonst nie aus.


Lautstark für eine gleichberechtigte Gesellschaft
Beim feministischen Marsch unter dem Motto „Fraestreik“ haben zahlreiche Aktivistinnen am Weltfrauentag für Gleichberechtigung und Frauenrechte demonstriert.

Mittwoch II

Am Weltfrauentag marschierte wieder ein feministischer Protestmarsch - diesmal begleitet von einem politischen Schaulaufen - für Gleichberechtigung durch die Stadt. Wetterherr Petrus störte sich daran und ließ es kräftig regnen. Die bengalischen Feuer zischten kläglich, aus den Triller- wurden Wasserpfeifen und von den handbemalten Pappplakaten blieb nur eine pampige Masse übrig. Die wenigen männlichen Teilnehmer mussten am nächsten Tag alle wegen akuter Männergrippe zu Hause bleiben.

Freitag

Die Piraten haben einen neuen Seemann angeheuert: Klein-Tommy, bis vor sehr Kurzem noch Ilres-Umfragen-Kapitän. Die raue See ist also das „neue berufliche Abenteuer“, von dem er sprach. Manch einer, zum Beispiel Fokus-Präsi Ruppert, hätte sich da, von wegen Transparenz, eine längere Karenzzeit erwartet. Ahoi!

Hier finden Sie die gesammelten Kolumnen der Serie „D'politesch Woch“. 

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