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CSV-Spitzenkandidatur: Alte Feindschaft rostet nicht
Astrid Lulling äußert sich in ihrem Blog zu der CSV-Spitzenkandidatur.

CSV-Spitzenkandidatur: Alte Feindschaft rostet nicht

Foto: Pablo Garrigos
Astrid Lulling äußert sich in ihrem Blog zu der CSV-Spitzenkandidatur.
Politik 22.02.2016

CSV-Spitzenkandidatur: Alte Feindschaft rostet nicht

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Zur Kür des CSV-Spitzenkandidaten ist fast alles gesagt. Aber noch nicht von jedem. Jetzt hat sich auch die ehemalige CSV-Europaabgeordnete Astrid Lulling zu Wort gemeldet.

(jag) - Nach Jacques Santer hat sich mit Astrid Lulling eine weitere frühere CSV-Politikerin zu der CSV-Spitzenkandidatur zu Wort gemeldet. Santer hatte sich ebenso wie die Mehrzahl der CSV-Spitzenpolitiker deutlich für Claude Wiseler als Spitzenkandidat ausgesprochen.

Astrid Lulling kommentierte die bevorstehende Kandidatenkür auf ihrem Videoblog "Riicht eraus". Dort gab es nur lobende Wort für Claude Wiseler. Aber auch Luc Frieden, der immer noch als Anwärter gehandelt wird, bekommt von der ehemaligen Europa-Abgeordneten gute Noten. Er sei als kompetenter Politiker sicherlich eine Bereicherung für eine zukünftige Regierung.

Weniger zimperlich geht Astrid Lulling mit ihrer politischen Lieblingsgegnerin Viviane Reding um. Die beiden vereint seit Jahren eine gut gepflegte Feindschaft. In ihrem Videoblog rät Astrid Lulling ihrer Parteikollegin: "Sie soll do bleiwen wou se ass." 

Auf die Frage, ob Viviane Reding eventuell als Escher Bürgermeisterkandidatin in Frage käme, meint Frau Lulling: "Da muss si fir d'éischt emol vun der Stater Piffkaul op Esch plënneren."  

     

Die mittlerweile 86-jährige CSV-Politikerin war vor zwei Jahren nicht mehr als Kandidatin für das Europaparlament zurückbehalten worden. Astrid Lulling war insgesamt 34 Jahre lang Europaabgeordnete. 


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