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CSV-Parteichef Marc Spautz: "Spitzenkandidat im Kopf"
"Ich jubele lieber im Oktober 2018 als jetzt": Marc Spautz mahnt seine Partei zur Zurückhaltung in Sachen Umfragen und Vorbereitung der kommenden Wahlen.

CSV-Parteichef Marc Spautz: "Spitzenkandidat im Kopf"

Foto: Lex Kleren
"Ich jubele lieber im Oktober 2018 als jetzt": Marc Spautz mahnt seine Partei zur Zurückhaltung in Sachen Umfragen und Vorbereitung der kommenden Wahlen.
Politik 15.01.2016

CSV-Parteichef Marc Spautz: "Spitzenkandidat im Kopf"

Die CSV will sich mit der Bestimmung des nächsten Spitzenkandidaten noch Zeit lassen. Man dürfe angesichts der Umfragen nicht in verfrühte Euphorie verfallen, mahnt Parteichef Marc Spautz.

(CBu/mig) - "Wir sehen die Gefahr und warnen vor allzu großer Euphorie. Bis zu den nächsten Wahlen ist es noch eine Weile hin." Marc Spautz wählt seine Worte mit Bedacht, wenn es um das Thema Umfragen und eventuelle Vorbereitung für die kommenden Wahlen geht. Noch habe die CSV nichts gewonnen, betont er. "Ich jubele lieber im Oktober 2018 als jetzt", so der CSV-Parteipräsident im Interview mit dem "Luxemburger Wort" (Samstagsausgabe).

Was die Stimmung in der Partei betrifft, betont Spautz die Arbeiten zur inhaltlichen und strukturellen Erneuerung der CSV. Dieser Erneuerungsprozess wäre "so oder so gekommen", sagt der Parteichef. "Dass Jean-Claude Juncker 2014 noch einmal als Spitzenkandidat antreten würde, war klar. Klar war aber auch, dass die CSV sich für die Zeit danach anders aufstellen müsste. Nur ging alles etwas radikaler zu, als wir uns das vorgestellt hatten."

"Wir gehen das gelassen an"

Auch bei der Frage des nächsten Spitzenkandidaten der Christsozialen mahnt Spautz zur Zurückhaltung. Diese Frage sei aktuell "vor allem in der Presse und in anderen Parteien von Interesse". Innerhalb der Partei sei dies viel weniger ein akutes Thema.

"Wir sind jetzt dabei, uns inhaltlich neu aufzustellen. Dann steht die personelle Erneuerung der Parteigremien an, die in den Bezirken die Listen für die Wahlen 2018 aufstellen werden. Davor kommen aber erst noch die Gemeindewahlen. Das hat für uns zunächst Priorität. Bis dahin werden sich die möglichen Kandidaten herausschälen. Wir gehen das ganz gelassen an."

Auf die Frage, ob der Parteipräsident nicht auch immer ein natürlicher Kandidat für den Spitzenposten wäre und er sich selbst diese Position zutrauen würde, sagt Spautz:

"Die Erfahrung, auch in anderen Ländern, zeigt, dass diejenigen, die sich zu früh selbst als Kandidaten ausrufen, oft den Kürzeren ziehen. Die Entscheidung wird zu gegebener Zeit getroffen. Ich habe auch heute schon ein bestimmtes Profil für einen Spitzenkandidaten im Kopf, aber – nehmen Sie es mir nicht übel – das werde ich Ihnen heute nicht verraten."

  • Das gesamte Interview lesen Sie in der Wochenendausgabe des "Luxemburger Wort" sowie am Wochenende online in "Wort+".

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