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CSV: Niemand will Präsident werden
Politik 01.03.2021

CSV: Niemand will Präsident werden

Der aktuelle CSV-Präsident Frank Engel wird wohl für eine zweite Amtszeit kandidieren. Offiziell ist dies aber noch nicht.

CSV: Niemand will Präsident werden

Der aktuelle CSV-Präsident Frank Engel wird wohl für eine zweite Amtszeit kandidieren. Offiziell ist dies aber noch nicht.
Foto: Gerry Huberty/LW-Archiv
Politik 01.03.2021

CSV: Niemand will Präsident werden

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Bei der größten Oppositionspartei wird am 24. April über eine neue Parteispitze abgestimmt, allerdings liegt noch keine offizielle Kandidatur vor.

Am 24. April entscheidet die CSV auf einem digitalen Nationalkongress über ihre neue Führungsspitze, sowohl der Posten des Parteipräsidenten als auch der des Generalsekretärs werden dann neu besetzt. Der Andrang hält sich bislang jedoch stark in Grenzen, liegt doch noch keine einzige offizielle Kandidatur vor. Interessierte haben noch bis Mitte April Zeit, ihren Hut in den Ring zu werfen. Über das genaue Datum muss noch der CSV-Nationalrat entscheiden. 

Seit Januar 2019 ist Frank Engel Parteipräsident, Félix Eischen ist im September 2020 wegen einer Burnout-Erkrankung vom Amt des Generalsekretärs zurückgetreten, Nachfolger wurde sein Stellvertreter und Abgeordnetenkollege Paul Galles. In der größten Oppositionspartei tobt seit Längerem ein teils erbittert geführter Streit zwischen einem großen Teil der Chamberfraktion und dem bei weiten Teilen der Parteibasis beliebten Präsidenten. Allgemein wird erwartet, dass es am 24. April zu einer Kampfabstimmung kommt, allerdings hat sich bislang niemand aus der Deckung getraut.

Spautz und Wiseler als mögliche Kandidaten

Als mögliche Herausforderer des Amtsinhabers werden der frühere Fraktionsvorsitzende und nationale Spitzenkandidat Claude Wiseler und Engels Vorgänger Marc Spautz gehandelt. Die Befürworter einer solchen Lösung verweisen darauf, dass sowohl Spautz als auch Wiseler keine Ambitionen auf eine Spitzenkandidatur bei den Chamberwahlen 2023 hätten und die Partei deshalb einen könnten. 


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Die Fraktionsvorsitzende Martine Hansen scheint derweil aus dem Rennen, als politische Quereinsteigerin fühlt sie nicht den nötigen Rückhalt innerhalb der Partei und möchte sich voll auf ihre aktuelle Aufgabe konzentrieren.

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