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CSV-Nationalrat: Alles beim Alten
Politik 19 16.10.2018

CSV-Nationalrat: Alles beim Alten

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Zwei Tage nach den Wahlen kam am Dienstagabend der erweiterte Nationalrat der CSV zusammen. Es ging vor allem um Personalien nach den Parlamentswahlen. Ergebnis: Bis zur Regierungsbildung bleibt alles, wie es ist.

Wie wirkt sich die Wahlschlappe der CSV personell aus? Was wird mit Parteipräsident Marc Spautz und mit Claude Wiseler, der bislang Fraktionschef war? Kommt es zu einer Erneuerung? Wer wird neuer Generalsekretär? Das waren die Fragen, die seit Sonntag im Raum standen. Denn im Februar stehen wieder Wahlen zur CSV-Führung an, wie immer nach Parlamentswahlen. Sicher ist, dass das Mandat von Generalsekretär Laurent Zeimet ausläuft, denn er wurde bereits einmal verlängert. Marc Spautz folgte hingegen erst 2014 auf Michel Wolter.

Verwiesen wurde bisher immer nur auf den Nationalrat, der nun am Dienstag zusammenkam. Spekuliert wurde morgens schon: RTL-Informationen nach sollte Serge Wilmes Marc Spautz als Parteipräsident ablösen und Martine Hansen Claude Wiseler als Fraktionschef. Aber: So kam es nicht. Der Nationalrat bestätigte mit ganz großem Applaus der Anwesenden, dass alle Personalien solange unverändert bleiben, bis eine neue Regierung gebildet ist. Die Aussage dahinter: Die CSV ist die stärkste Partei, sie stellt die größte Fraktion und sie ist weiter zu Gesprächen bereit.

"Ich trage die volle Verantwortung für die Kampagne"

Die Emotionen standen Claude Wiseler, Marc Spautz und Laurent Zeimet ins Gesicht geschrieben: Erleichterung, Stolz und Freude über das - wie Wiseler mehrmals betonte - "Plebiszit" des erweiterten Nationalrats. Es muss den geschundenen Seelen gutgetan haben, einen solchen Rückhalt vorzufinden, obwohl ... ja, obwohl Wiseler die Verantwortung für die Kampagne - für die Art und Weise, wie sie geführt wurde, für die Inhalte - voll übernahm: "Ich wollte eine globale Kampagne, bei der alle Themen angesprochen werden, auch die schwierigen, die das Land in den nächsten Jahren noch beschäftigen werden. Ich wollte einen sachlichen und keinen polemischen Ton. Das habe ich mir so gewünscht und dazu stehe ich."

Es bleibt also nun bis zu einer - wie auch immer gearteten - Regierungsbildung alles beim Alten.


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