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CSV-Kongress in Ettelbrück: Den Wechsel klar im Blick
Politik 25.03.2017

CSV-Kongress in Ettelbrück: Den Wechsel klar im Blick

CSV-Spitzenkandidat Claude Wiseler mahnte zu Geschlossenheit während der Wahlkampagne.

CSV-Kongress in Ettelbrück: Den Wechsel klar im Blick

CSV-Spitzenkandidat Claude Wiseler mahnte zu Geschlossenheit während der Wahlkampagne.
Foto: Christophe Olinger
Politik 25.03.2017

CSV-Kongress in Ettelbrück: Den Wechsel klar im Blick

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Mit ihrem Parteitag am Samstag in Ettelbrück läutete die CSV den Wahlmarathon ein. Für die bevorstehenden Wahlkampagnen forderte Spitzenkandidat Claude Wiseler von der Basis Geradlinigkeit und Glaubwürdigkeit.

(mig) - Für die CSV hat der Wahlmarathon begonnen. Beim Parteitag am Samstag in Ettelbrück gab sich die Parteispitze kämpferisch. Parteipräsident Marc Spautz machte deutlich, wohin die Reise gehen soll: mehr CSV-Beteiligung in den Schöffen- und Gemeinderäten und für 2018 zurück in die Regierungsverantwortung. "Wir müssen gestärkt aus den Gemeindewahlen hervorgehen, um mit dem nötigen Rückenwind in die Nationalwahlen starten zu können", so Spautz.

"Die Wähler vertrauen uns"

Generalsekretär Laurent Zeimet bezeichnete 2018 als "Chance auf den Wechsel mit Claude Wiseler". Rückenwind geben die guten Umfragewerte. Beim letzten Politmonitor erhielten die Christlich-Sozialen alleine mehr Sitze als die drei Regierungsparteien zusammen. Generalsekretär Laurent Zeimet sieht in den Umfrageergebnissen den Beweis, "dass eine breite Mehrheit der Wähler uns ihr Vertrauen ausspricht. Sie vertrauen keiner Partei so wie sie uns vertrauen."

"Kloer, no a gerecht" lautet das neue Motto der CSV, mit dem sie in den Wahlmarathon starten und die Wähler von sich überzeugen will.
"Kloer, no a gerecht" lautet das neue Motto der CSV, mit dem sie in den Wahlmarathon starten und die Wähler von sich überzeugen will.
Foto: Christophe Olinger

Wiselers Worte im Vorfeld der Wahlkampagnen hatten etwas mahnend Väterliches, als er die Parteimitglieder und Kandidaten aufforderte, die Ängste und Fragen der Menschen ernst zu nehmen und darauf ehrliche Antworten zu geben, "auch wenn diese Antworten nicht immer schön klingen. Die Menschen erwarten von uns klare Worte, was Sache ist und wo es hingeht."

Wiseler sprach von einem "schwierigen, aber fundamental richtigen Weg", den man "gemeinsam" und "konsequent" bis zu den Landeswahlen gehen müsse. Dabei appellierte er an die Glaubwürdigkeit, die Geradlinigkeit und an die Standfestigkeit der Parteimitglieder. Er riet davon ab, den Wählern aus wahltaktischen Gründen Versprechungen zu machen, "die Ihr später nicht einhalten könnt". 

Familienpolitik rückgängig machen

Der CSV-Spitzenkandidat holte aber auch zum Rundumschlag gegen die blau-rot-grüne Regierungspolitik aus. Er warf Blau-Rot-Grün vor, den ursprünglichen Konsolidierungskurs zugunsten einer elektoralen "Kados-Politik" verlassen zu haben. 

Aber auch die familienpolitischen Reformen wie der Elternurlaub, das Kindergeld, die kostenlose Kinderbetreuung oder auch noch die RMG-Reform stoßen der CSV sauer auf, inhaltlich, aber auch "weil sie langfristig nicht finanzierbar sind", wie Wiseler betonte.

Parteipräsident Marc Spautz fand noch klarere Worte: "Es ist nicht Aufgabe der Politik, den Menschen vorzuschreiben, wie sie zu leben haben. Sollten wir 2018 wieder in der Regierung sein, werden wir alles daran setzen, die Familienpolitik dieser Regierung wieder abzuschaffen."


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