Wählen Sie Ihre Nachrichten​

CSV-Initiative zur Steuerreform: Gilles Roth fordert großzügige Entlastung der Steuerzahler
Politik 2 Min. 15.08.2015 Aus unserem online-Archiv

CSV-Initiative zur Steuerreform: Gilles Roth fordert großzügige Entlastung der Steuerzahler

"Aufschwung durch Entlastung" lautet die Devise von Gilles Roth.

CSV-Initiative zur Steuerreform: Gilles Roth fordert großzügige Entlastung der Steuerzahler

"Aufschwung durch Entlastung" lautet die Devise von Gilles Roth.
Foto: Gerry Huberty
Politik 2 Min. 15.08.2015 Aus unserem online-Archiv

CSV-Initiative zur Steuerreform: Gilles Roth fordert großzügige Entlastung der Steuerzahler

Der CSV-Abgeordnete Gilles Roth plädiert in einem Meinungsartikel des "Luxemburger Wort" für eine grundlegende Steuerreform. Er fordert nicht weniger als eine Entlastung von 15 bis 20 Prozent, und das "quer durch alle Tranchen der Steuertabelle".

(CBu) - Der CSV-Abgeordnete Gilles Roth hat eine Initiative für eine grundlegende - manche würden sagen radikale - Steuerreform ergriffen. In einem Meinungsartikel im "Luxemburger Wort" fordert er eine Entlastung von 15 bis 20 Prozent, und das "quer durch alle Tranchen der Steuertabelle". Durch die pauschale finanzielle Entlastung der Bürger soll nicht zuletzt das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden, so Roth in seiner Analyse mit dem Titel "Aufschwung durch Entlastung".

Die Entlastung quer durch alle Steuerklassen könne durch eine lineare Anpassung der Steuertarife erreicht werden, so der Finanzfachmann der CSV. Dies sei "umso notwendiger, als die Steuertabelle seit Jahren nicht mehr an die Inflation angepasst worden ist". Die bewährte Logik des linear-progressiven Luxemburger Steuersystems soll laut Roth jedoch unverändert bleiben. "Denn am linear-progressiven und also gerechten Steuertarif muss festgehalten werden, weil so starke Schultern mehr tragen als schwache."

Roth: Gerechtigkeit im System beibehalten

Dies sei bereits heute der Fall, schreibt Roth weiter. "Immerhin zahlen fünf Prozent der Haushalte mehr als 43 Prozent des gesamten Steuereinkommens. Das Gerechtigkeitselement einer solchen Steuerreform würde noch dadurch verstärkt, wenn man auch in Zukunft die Mindestlohnempfänger sowie die kleinen Einkommen steuerfrei belassen würde."

Jegliche gerechte, effiziente und vorausschauende Steuerreform müsse für die CSV schließlich dauerhaft eine Nichtbelastung der unteren Einkommensschichten und eine deutliche Entlastung des Mittelstands beinhalten. Gleichzeitig spricht sich der CSV-Mann klar gegen eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer für Privatpersonen aus.

CSV stellt konstruktive Mitarbeit in Aussicht

Zudem plädiert Roth eher allgemein für die Streichung jeglicher Steuerkredite, die nicht zu mehr Steuergerechtigkeit führen. Aus "familienpolitischen Gründen" will er allerdings am sogenannten Ehegattensplitting festhalten. "Gleichzeitig wäre jedoch eine Erhöhung des außerberuflichen Freibetrags von 4 500 auf 6 000 Euro vorstellbar", so Roth.

Generell streckt der CSV-Finanzpolitiker den Koalitionsparteien die Hand aus. "Was den Zeitpunkt angeht, so sind wir also mit den gegenwärtigen Regierungsparteien einig, dass die große Steuerreform jetzt kommen muss (...). Sollten die Mehrheitsparteien also demnächst einen verantwortungsvollen, gerechten und wachstumsfördernden Entwurf vorlegen, können sie auf unsere aktive Mitarbeit und politische Unterstützung zählen."

Laut der Regierung soll die große blau-rot-grüne Steuerreform im Jahre 2017 kommen. Bis auf allgemeine Slogans und Spekulationen war über die Richtung dieser Reform bisher allerdings noch nichts zu erfahren. Die diesbezüglichen Arbeitsgruppen sollen aber bereits ab Ende des Jahres tagen.

Den gesamten ausführlichen Beitrag von Gilles Roth lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des "Luxemburger Wort" - hier auch im Gratis-Testabo!


Lesen Sie mehr zu diesem Thema