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Covid-Wochenbericht: Neuinfektionen sinken um neun Prozent
Politik 2 Min. 13.01.2021

Covid-Wochenbericht: Neuinfektionen sinken um neun Prozent

Am Montag öffneten die Geschäfte unter strengeren Auflagen, erst mit Verzögerung schlägt sich das aufs Infektionsgeschehen nieder.

Covid-Wochenbericht: Neuinfektionen sinken um neun Prozent

Am Montag öffneten die Geschäfte unter strengeren Auflagen, erst mit Verzögerung schlägt sich das aufs Infektionsgeschehen nieder.
Foto: Chris Karaba
Politik 2 Min. 13.01.2021

Covid-Wochenbericht: Neuinfektionen sinken um neun Prozent

Annette WELSCH
Annette WELSCH
In der Woche, in der das Parlament weitere Lockerungen beschlossen hatte, beruhigte sich das Infektionsgeschehen weiter.

In der Woche vom 4. bis zum 10. Januar zog die Zahl der Tests wieder an: Von 63.188 Tests - ein Viertel davon auf Verschreibung - waren 1.036 positiv. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner lag bei  165,47. Das Resultat ist demnach nicht weit entfernt von dem der Vorwoche (181,28), als  1.135 Covid-positive Personen detektiert wurden, wobei mit 33.949 aber nur halb so viel getestet worden war. 


WI,PK Paulette Lenert,Retrospective de la semaine.Corona,Ministere de la Sante,Gesundheitsministerium. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Lenert: "Wir sind noch im kritischen Bereich"
Der Wochenbericht vom 28. Dezember bis 3. Januar zeigt weiter sinkende Infektionszahlen. Bei allem Optimismus müsse man vorsichtig bleiben, sagt die Gesundheitsministerin.

Die Positivitätsquote sank entsprechend von 3,34 auf 1,64, mit 5,67 Prozent bleibt sie allerdings bei den verschriebenen Covid-Tests noch hoch. Die Reproduktionsquote stieg dagegen leicht von 0,92 auf 1,06 an, sodass ein Infizierter mehr als eine weitere Person ansteckte. 

26 Verstorbene in einer Woche

Antikörper gegen Covid waren bei 6,88 Prozent von 3.416 getesteten Personen nachweisbar. Das Durchschnittsalter der Infizierten bleibt derweil unverändert bei 38,4 Jahren. 2.660 aktiv Infizierte wurden am 10. Januar gezählt und damit deutlich weniger als die 3.222 Fälle vom 3. Januar. Dafür verstarben aber 26 Personen - 22 waren es in der Vorwoche. 81 Jahre waren sie im Durchschnitt alt. 

Es konnten vergangene Woche auch wieder wesentlich mehr Kontakte identifiziert werden: Ihre Zahl stieg von 2.106 auf 3.496 um 66 Prozent.  Deutlich gesunken sind auch die Covid-Patienten in den Spitälern. 76 sind auf einer normalen Station, 25 auf einer Intensivstation. 103 und 32 waren es noch in der Vorwoche. 

Das Gesundheitsministerium teilt zudem mit, dass aufgrund der geringeren Infiziertenzahlen erstmals auch wieder bei sämtlichen Fällen einer Woche nach der Ansteckungsquelle geforscht werden konnte: 45,3 Prozent infizieren sich im Familienkreis, elf Prozent lassen sich auf Ferienaufenthalte zurückführen, bei 31,9 Prozent ist die Quelle nicht eindeutig. 

2.372 Personen sind geimpft

450 Personen wurden vergangene Woche geimpft, sodass deren Zahl auf 1.701 stieg, am Mittwoch, dem 13. Januar waren es dann schon 2.372. Am 11. Januar erhielt Luxemburg zwei Lieferungen mit 1.200 Dosen des Moderna-Impfstoffs, der ab 18. Januar in der Victor-Hugo-Halle verimpft wird, und 4.875 Dosen von BioNTech/Pfizer. 


12.01.2021, Baden-Württemberg, Tübingen: Eine Krankenschwester impft im Impfzentrum in der Paul-Horn-Arena eine 92-jährige Frau mit Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer. Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Leitartikel: Schleppender Impfstart in Luxemburg
Die Regierung muss bei der Impfkampagne einen Zahn zulegen, sobald weitere Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Seit dem 26. Dezember erhielt Luxemburg 15.825 Dosen für 7.912 Personen, die auch schon verplant sind. Der Stock erlaubt nun 3.013 weitere Personen zu impfen, 3.720 Einladungen an Gesundheitspersonal außerhalb der Spitäler wurden denn auch verschickt, da man mit einer Akzeptanz von 75 bis 80 Prozent rechnet. 

Ab nächster Woche dürfen laut Europäischer Medikamentenagentur auch sechs anstatt fünf Dosen des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs aus einem Flakon entnommen werden, wodurch sich die Zahl der Geimpften weiter erhöhen lässt. 

Deutliche Virus-Präsenz in Abwässern

Das Corona-Virus ist nach wie vor sehr präsent im Abwasser der Kläranlagen. Dies deutet sowohl auf nationaler wie auch auf regionaler Ebene auf eine immer noch hohe Virusprävalenz hin. Es gibt sogar einen leichten Anstieg gegenüber der Vorwoche, schreiben die Forscher vom Institut of Science and Technology (List) in ihrem jüngsten Bericht der Coronastep-Studie. 

Für eine definitive Schlussfolgerung sei es aber noch zu früh. Der Trend müsse durch weitere Analysen erst noch bestätigt werden. Nachdem die Werte in Hesperingen bereits letzte Woche angestiegen waren, zeichnet sich jetzt auch in den Kläranlagen von Petingen und Schifflingen ein leichter Trend nach oben ab.  

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