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Corona-Wochenbericht: Zahl der Toten steigt
Politik 2 Min. 02.12.2020

Corona-Wochenbericht: Zahl der Toten steigt

Die Infektionszahlen sind auf eine Woche geschaut leicht rückläufig, bewegen sich aber immer noch auf einem hohen Niveau. Am Mittwoch meldete die Santé 672 Neuinfektionen und vier Tote.

Corona-Wochenbericht: Zahl der Toten steigt

Die Infektionszahlen sind auf eine Woche geschaut leicht rückläufig, bewegen sich aber immer noch auf einem hohen Niveau. Am Mittwoch meldete die Santé 672 Neuinfektionen und vier Tote.
Foto: DPA
Politik 2 Min. 02.12.2020

Corona-Wochenbericht: Zahl der Toten steigt

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Am Mittwoch meldete die Santé 672 Neuinfektionen und vier weitere Tote. Im Wochenrückblick sind die Zahlen leicht rückläufig - aber nur leicht.

Die Infektionszahlen zeigen einen leichten Rückgang, sind aber immer noch hoch. Laut dem Wochenbericht der Santé wurden zwischen dem 23. und dem 29. November 3.565 Personen positiv auf Covid-19 getestet. Das sind 569 Infizierte pro 100.000 Einwohner und 286 Personen (- acht Prozent) weniger als in der Woche zuvor. Im Schnitt sind die positiv getesteten Personen 38,8 Jahre alt. 


Télécran, Hopital Robert Schuman Kirchberg, Secteur Covid Station 3A,  CoronaFoto: Guy Wolff/Luxemburger Wort
Corona-Wochenbericht: Leichte Erholung
Der Covid-19-Bericht für die Zeit vom 16. bis 22. November zeigt 3.851 Neuinfektionen.

Wie die Santé am Mittwoch schreibt, sei die Zahl der identifizierten Kontakte dank einer Verstärkung des Contact-Tracing Teams um sieben Prozent gestiegen. Vergangene Woche konnten 16.052 Kontakte identifiziert werden, in der Woche davor waren es 15.072 Kontakte. Nach wie vor fehlt aber im Wochenbericht die Zahl der infizierten Personen, die über das Contact Tracing ausfindig gemacht werden konnten. 

69.558 PCR-Tests wurden durchgeführt, quasi gleich viele wie in der Woche zuvor. Am 29. November zählte die Gesundheitsbehörde exakt 8.362 aktive Infektionen, 648 weniger als eine Woche zuvor. 25.995 Personen gelten als geheilt. 

47 Tote in einer Woche 

Die Zahl der Sterbefälle steigt weiter an. In der Woche des 23. November sind 47 Personen an beziehungsweise mit Covid-19 gestorben. In der Woche zuvor sind 38 Personen verstorben. Das Durchschnittsalter liegt bei 80 Jahren. 

In der Woche des 23. November wurden 176 Covid-Patienten im Krankenhaus behandelt, 43 davon auf der Intensivstation. In der Woche davor wurden 186 Personen im Krankenhaus behandelt, davon 45 auf der Intensivstation. Die Patienten im Krankenhaus sind im Schnitt 65 Jahre alt. 


Das Infektionsgeschehen nimmt in den Schulen zu, am stärksten im Secondaire. Deshalb steigen die 4e-bis 2e-Klassen ab dem 30. November auf Alternativunterricht um.
Zweifelhafter Bericht zur Infektionslage in den Schulen
Der Analysebericht zur Infektionslage in den Schulen wurde allein vom Bildungsministerium erstellt, ohne Expertise von unabhängigen Wissenschaftlern. Dieses Vorgehen ist äußerst bedenklich.

Null bis 14 Jahre: Inzidenzrate steigt

Der Reproduktionsfaktor ist leicht zurückgegangen, von 1 auf 0,98. Auch die Positivitätsrate ist leicht gesunken – von 5,53 auf 5,13 Prozent. Die Inzidenzrate bei den Null- bis 14-Jährigen steigt weiter an, während sie in allen anderen Altersgruppen sinkt. Am niedrigsten ist die Inzidenzrate bei den 60- bis 74-Jährigen. 

In der Woche des 23. November machen die Null- bis 19-Jährigen 22,7 Prozent der Neuinfektionen aus. 7.641 Personen (- fünf Prozent) waren vergangene Woche isoliert, 11.203 befanden sich in Quarantäne – das sind 21 Prozent mehr als in der Woche davor. 

Die hohen Infektionszahlen in den vergangenen Wochen haben das Contact Tracing erschwert. Bei der Hälfte der Fälle gelang es nicht, die Infektionsquelle ausfindig zu machen. Jetzt schreibt die Gesundheitsbehörde, die Rate der nicht identifizierbaren Fälle sei gesunken. Eine Analyse über zwei Tage habe ergeben, dass das familiäre Umfeld nach wie vor die häufigste Infektionsquelle sei. Von knapp 1.000 Infektionen (23. und 24. November) seien 39,7 Prozent auf eine Ansteckung im familiären Umfeld zurückzuführen. 

Die Abwasseranalysen in den Kläranlagen zeigen laut der Santé nach wie vor eine starke virale Präsenz, aber mit einer leicht rückläufigen Tendenz. 

Mit 4.581 Neuinfektionen zwischen dem 9. und 29. November ist der Kanton Esch/Alzette am stärksten von der Pandemie betroffen.


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