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Corona-Tests: Fehlerquote wesentlich geringer als befürchtet
Politik 11.08.2020

Corona-Tests: Fehlerquote wesentlich geringer als befürchtet

Das Large-Scale Testing läuft in Luxemburg weiterhin auf vollen Touren.

Corona-Tests: Fehlerquote wesentlich geringer als befürchtet

Das Large-Scale Testing läuft in Luxemburg weiterhin auf vollen Touren.
Foto: Gerry Huberty
Politik 11.08.2020

Corona-Tests: Fehlerquote wesentlich geringer als befürchtet

Marc HOSCHEID
Marc HOSCHEID
Die Fehlerquote bei negativen Covid-19-Tests liegt bei 0,2 statt wie kürzlich kolportiert bei 20 Prozent. Das stellte die parlamentarische Gesundheitskommission am Dienstag fest.

Die parlamentarische Gesundheitskommission hat am Dienstag in Präsenz von Ressortministerin Paulette Lenert (LSAP) per Videokonferenz über die aktuelle sanitäre Situation im Großherzogtum beraten. Laut Ausschusspräsident Mars Di Bartolomeo (LSAP) habe die Ministerin unterstrichen, dass Luxemburg die Situation trotz der aktuellen zweiten Welle im Griff habe. Ein Fragezeichen stehe jedoch noch hinter den Personen, die aus dem Urlaub zurückkehren. Am Flughafen Findel sollen die nötigen Kapazitäten geschaffen werden, diese im Zweifelsfall testen zu können. 


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Die Anzahl der Tests, die ein falsch-negatives Resultat liefern, liegt laut Gesundheitsministerin Lenert bei bis zu 20 Prozent. Falsch-positive Ergebnisse sind hingegen unwahrscheinlich.

Die Covid-Gesetze müssen laut Di Bartolomeo über das derzeitige Auslaufdatum vom 30. September hinaus verlängert werden. Hierfür müssten nun die nötigen legislativen Schritte in die Wege geleitet werden. Es liege zudem bereits ein Text zur Datensicherheit vor. Die Anonymisierung der Daten läuft nämlich nach jetzigem Stand bereits am 24. September aus. 

Aus 20 werden plötzlich 0,2 Prozent

Auf Betreiben der CSV wurde auch über die Zuverlässigkeit der Covid-19-Tests gesprochen. Hier kursierte kürzlich die Information, dass bis zu 20 Prozent der negativen Resultate fehlerhaft seien. Jean-Claude Schmit, Direktor der Santé, stellte jedoch klar, dass diese Zahl tatsächlich nur bei 0,2 Prozent für sämtliche Tests liege. Die 20 Prozent beziehen sich auf die negativen Resultate bei den tatsächlich Infizierten, die wiederum ein Prozent der Bevölkerung ausmachen. 


Lokales, Covid-19 Test, P&R Belval, large scale testing,  Esch Alzette, Foto: Guy Wolff/ Luxemburger Wort
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Claude Wiseler (CSV) bemängelt vor diesem Hintergrund eine fehlerhafte Kommunikation der Ministerin, die sich in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage unklar ausgedrückt habe. Er erneuert zudem die Forderung, dass das Parlament die Statistik zu den Ansteckungsorten erhält. Nur wenn man wisse, wo sich die Menschen infizieren, könne man gezielte Maßnahmen ergreifen. 

Zusätzliche Tests für Reiserückkehrer gefordert

Wiseler plädiert außerdem dafür, dass zusätzlich zu den Tests für Reiserückkehrer am Findel und an den Bahnhöfen auch Tests für Personen zur Verfügung gestellt werden, die mit dem Auto aus den Ferien, vor allem aus möglichen Risikogebieten, zurückkehren. Dem verweigere sich die Regierung jedoch konsequent. 

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