Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Corona-Regeln: Es geht in die Verlängerung
Politik 2 Min. 12.02.2021

Corona-Regeln: Es geht in die Verlängerung

Premier Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert gaben am Freitag nach der Kabinettssitzung bekannt, dass die Corona-Regeln bis zum 14. März verlängert werden.

Corona-Regeln: Es geht in die Verlängerung

Premier Bettel und Gesundheitsministerin Paulette Lenert gaben am Freitag nach der Kabinettssitzung bekannt, dass die Corona-Regeln bis zum 14. März verlängert werden.
Foto: Chris Karaba
Politik 2 Min. 12.02.2021

Corona-Regeln: Es geht in die Verlängerung

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Die geltenden Covid-Maßnahmen gelten mindestens noch bis zum 14. März. Kommende Woche läuft die zweite Impfphase an.

Insgesamt sei die Lage stabil, meinte Premierminister Xavier Bettel (DP) gestern eingangs der gemeinsamen Pressekonferenz mit Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP). Doch die neuen Virusvarianten würden eine Lockerung der geltenden Corona-Maßnahmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht zulassen, man wolle Vorsicht walten lassen: „Die Bestimmungen werden daher bis zum 14. März verlängert“, so der Regierungschef. „Es ist nicht die richtige Zeit für Lockerungen“, gab Paulette Lenert zu bedenken.


Plolitik, Pressekonferenz Paulette Lenert, Jean-Claude Schhmit, Covid-19, Coronavirus  Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Lenert: Die sechs Phasen der Impfkampagne
Gestaffelt nach Alter und Schwere der Erkrankung geht es in die weiteren Impfphasen. Auch das Large Scale Testen wird verlängert.

Das Wort des Tages lautete gestern allerdings „Wenn“, vor allem im Zusammenhang mit den Impfungen. Wenn alles klappt und wenn die zugesagten Impfdosen rechtzeitig geliefert werden, dann könnte die zweite Impfphase Mitte, spätestens aber Ende kommender Woche beginnen. Dann könnten die über 75-Jährigen, die nicht in einem Alters- oder Pflegeheim leben, und hochgefährdete Personen ab dem 22. Februar geimpft werden. Und wenn genügend Impfstoff vorrätig ist, dann werden neben dem Impfzentrum in der Victor-Hugo-Halle demnächst nacheinander die Zentren in Esch-Alzette, Ettelbrück und Mondorf endlich ihre Türen öffnen. Und wenn wirklich nichts dazwischen kommt, dann können etwa 3.500 Personen pro Woche geimpft werden. 

Erste Impfphase fast abgeschlossen

Die erste Impfphase ist so gut wie abgeschlossen. Deshalb läuft die zweite Phase nun parallel an. Neben den Senioren, die älter sind als 75 Jahre sind, werden auch Personen geimpft, die ein sehr hohes Risiko haben, schwer an Covid zu erkranken oder gar daran sterben könnten.


Politik, Visite Impfzentrum Halle Victor Hugo, Luc Feller, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Hoher Kommissar der nationalen Sicherheit: Der Impfmarathon
Luc Feller ist Co-Präsident der Covid-19-Krisenzelle und organisiert logistisch die Impfung der Bevölkerung. Seine Hoffnung ruht auf den Hausärzten und Laboren.

Sie alle bekommen eine Einladung geschickt. Während die vulnerablen Personen vorzugsweise in den Krankenhäusern geimpft werden sollen, können die Senioren einen Termin in einem Impfzentrum ihrer Wahl vereinbaren. Für die Fahrt dorthin können Behinderte auf den Adapto-Dienst zurückgreifen, über die Pflegeversicherung gelten die Regeln der so genannten „Courses-sortie“. Zudem sind zahlreiche Gemeinden dabei, einen Zubringerdienst zu organisieren. Auch Verwandte und Bekannte könnten sich bei Bedarf gerne für eine „Taxifahrt“ anbieten, so der Appell von Paulette Lenert.

Es bleibt bei zwei Impfdosen

Übrigens will die Regierung vorerst an ihrer Strategie festhalten und weiterhin zwei Impfdosen verabreichen, auch wenn andere Länder mittlerweile dazu übergegangen sind, wegen der Knappheit nur eine Dosis zu spitzen.

In Bezug auf die neuen Virusvarianten fehlt es uns einfach an den nötigen Erkenntnissen.   

Paulette Lenert

Insgesamt mahnte die Gesundheitsministerin einmal mehr zur Vorsicht. Die Corona-Maßnahmen würden zwar greifen, doch die weitere Entwicklung sei nur sehr schwer vorhersehbar, Stichwort Mutanten. „In Bezug auf die neuen Virusvarianten fehlt es uns einfach an den nötigen Erkenntnissen. Wir wissen zur Zeit noch nicht, welchen Impakt sie genau auf das weitere Infektionsgeschehen haben.“

Vor allem in den Schulen habe es Probleme gegeben. Das war denn auch der Grund, weshalb sich die Regierung vergangene Woche Hals über Kopf für eine Schließung ausgesprochen hatte.

Parlament verabschiedet Gesetz kommende Woche

Die Regierung hat den entsprechenden Gesetzentwurf gestern noch auf den Instanzenweg geschickt. Das Gros der Bestimmungen wird einfach nur verlängert. Änderungen gibt es lediglich beim Datenschutz beziehungsweise bei der Dauer der Speicherung im Zusammenhang mit der Impfung, beim Elite- und beim Schulsport.

Das Parlament kommt kommende Woche zusammen, um über den Entwurf abzustimmen. Das aktuelle Gesetz läuft nämlich am 21. Februar aus

Das Kabinett hat gestern auch neue Beihilfen für die Horeca- Betriebe beschlossen. Mittelstandsminister Lex Delles (DP) wird am Montag im Detail über die neuen Bestimmungen informieren.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema