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Corona: Krankenhäuser im Standby-Betrieb
Politik 2 Min. 16.03.2020

Corona: Krankenhäuser im Standby-Betrieb

Das Ettelbrücker und das Escher Krankenhaus wären bereit für einen Ansturm - die Unsicherheit ist das grösste Problem.

Corona: Krankenhäuser im Standby-Betrieb

Das Ettelbrücker und das Escher Krankenhaus wären bereit für einen Ansturm - die Unsicherheit ist das grösste Problem.
Foto: Anouk Antony
Politik 2 Min. 16.03.2020

Corona: Krankenhäuser im Standby-Betrieb

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Ganze Stationen wurden geschlossen, im OP und in den Polikliniken läuft nur das Notwendigste: So bereiten sich die Krankenhäuser auf steigenden Patientenzahlen vor.

Im nationalen Zentrum für Infektionskrankheiten des CHL werden derzeit (Stand Montag Mittagsstunde) neun Corona-Infizierte behandelt, darunter eine Person als Intensivpatient, die künstlich beatmet werden muss. Insgesamt wurden bislang 15 Patienten mit Corona im CHL behandelt. 

Im Normalfall verfügt das CHL über 24 Beatmungsplätze, die auf 50 hochgefahren werden können, wenn zum Beispiel die Operationssäle mit genutzt werden, teilt das CHL auf Nachfrage mit. Das Hôpital Robert Schuman wollte keine Angaben machen.  


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Das Ettelbrücker CHDN hat dagegen noch keinen Patienten mit dem Corona-Virus zu versorgen. Im Escher CHEM ist es einer, der isoliert ist, aber keine Intensivstation nötig hat. Dennoch: In beiden Kliniken sind ganze Stationen für Corona-Patienten reserviert und ausgestattet. 

130 Betten für potenzielle Corona-Patienten in Esch

In Ettelbrück warten auf einem Stock 31 Betten, im CHEM sind es eine Station, eine Intensivstation und eine Palliativstation - 130 Betten insgesamt, davon 100 Isolationsbetten und 30 für Patienten, die beatmet werden müssten.  

Wir stehen im Standby, jeder ist vorbereitet und nun schauen wir, wie es weitergeht.

Dr. Hansjörg Reimer

"Zwei Drittel unserer Bettenkapazitäten laufen normal, ein Drittel ist reserviert", sagt CHEM-Generaldirektor Dr. Hansjörg Reimer. Die Poliklinik ist auf zehn Prozent heruntergefahren, ambulant wird gar nicht mehr operiert, die Operationssäle sind für die die Fälle reserviert, die einen Eingriff unbedingt  nötig haben. 

Die Unsicherheit ist das größte Problem

"Wir haben alles, was möglich ist heruntergeschraubt und schauen nun in den nächsten Tagen, was davon weiterhin vernünftig ist." Die Unsicherheit bezeichnet er denn auch als grösstes Problem im Moment: Dass sich die Situation seit vergangener Woche so schnell verändert hat und nicht abzusehen ist, was noch an Maßnahmen entschieden wird. "Wir stehen im Standby, jeder ist vorbereitet und nun schauen wir, wie es weitergeht." 

Auch in Ettelbrück werden alle Operationen, die nicht dringend sind zurückgestellt. Es wurde mittlerweile auch von der Armee ein Zelt vor dem Eingang errichtet, wo jeder, der einen Termin im Krankenhaus hat die Körpertemperatur gemessen bekommt und sich Fragen nach Symptomen stellen muss

Patienten und Personal schützen

"Wir müssen die hospitalisierten Patienten - und ganz wichtig auch - unser Personal schützen", sagt Kliniksprecherin Anja Di Bartolomeo vom CHDN. Kein Patient habe das bislang als Problem empfunden. Und die werdenden Väter würden selbstverständlich zur Entbindung auf die Geburtsstation gelassen, wenn sie nicht einen auffälligen Husten haben. 


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