Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Claude Wiseler setzt sich durch
Politik 29.06.2016 Aus unserem online-Archiv
CSV-Spitzenkandidatur

Claude Wiseler setzt sich durch

Claude Wiseler steht kurz vor dem Ziel, Spitzenkandidat der CSV zu werden.
CSV-Spitzenkandidatur

Claude Wiseler setzt sich durch

Claude Wiseler steht kurz vor dem Ziel, Spitzenkandidat der CSV zu werden.
Foto: Guy Jallay
Politik 29.06.2016 Aus unserem online-Archiv
CSV-Spitzenkandidatur

Claude Wiseler setzt sich durch

Christoph BUMB
Christoph BUMB
Am Montag wird CSV-Parteichef Marc Spautz dem Nationalrat den Spitzenkandidaten für die Nationalwahlen 2018 vorschlagen. Laut Informationen des "Luxemburger Wort" wird dies CSV-Fraktionschef Claude Wiseler sein.

Von Christoph Bumb

Die Suche hat ein Ende. Am kommenden Montag wird CSV-Parteichef Marc Spautz dem Nationalrat den Spitzenkandidaten für die Nationalwahlen 2018 vorschlagen. Laut Informationen des "Luxemburger Wort" wird dies CSV-Fraktionschef Claude Wiseler sein.

"Die Sache ist durch", heißt es aus höheren Parteikreisen. Claude Wiseler genieße die Unterstützung der großen Mehrheit in Partei und Fraktion und sei der "natürliche Spitzenkandidat" der CSV für die kommenden Wahlen.

Formal wird die Partei dies aber erst am Montag anlässlich einer Sitzung des Nationalrats verkünden. Wiseler wird dann offiziell als nationaler Spitzenkandidat ausgerufen und dem außerordentlichen Parteikonvent, voraussichtlich Mitte Oktober, zur Wahl vorgeschlagen.

Wiselers Nominierung wenig überraschend

Dass Wiseler sich durchsetzt, ist parteiintern wenig überraschend. Er erhielt bereits öffentlich die Unterstützung durch einige hochrangige Parteimitglieder, so etwa von Gilles Roth, Laurent Mosar oder auch von Ehrenstaatsminister Jacques Santer.

Der Fraktionsvorsitzende der Christsozialen ging ohnehin als Favorit ins Rennen. Ende Mai hatte der erweiterte Nationalvorstand der CSV eine Liste mit vier Namen angenommen, die als Spitzenkandidaten in Frage kommen. Neben Wiseler befanden sich darauf die EU-Abgeordnete Viviane Reding, Ex-Finanzminister Luc Frieden sowie die Abgeordnete und Vize-Parteipräsidentin Martine Hansen.

CSV dementiert Abschluss der Sondierungsphase

Seitdem sondierte Parteipräsident Marc Spautz in der Partei die Chancen der vier potenziellen Kandidaten. Diese Sondierungsgespräche mit den Kandidaten und Vertretern der Wahlbezirke sollen mittlerweile abgeschlossen sein. Wie es heißt versammelte Wiseler an der Parteibasis eine klare Mehrheit hinter sich. Nur der Nordbezirk der CSV soll sich für Martine Hansen ausgesprochen haben.

In einer Pressemitteilung dementiert das CSV-Generalsekretariat, dass die Sondierungsphase abgeschlossen sei. In den kommenden Tagen seien noch weitere Gespräche vorgesehen. Dass Claude Wiseler am Montag als Kandidat vorgeschlagen werden soll, wird nicht dementiert.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Wer stürzt und wer steigt in der Beliebtheitsskala der Wähler? Im Politbarometer des "Tageblatt" zeichnen sich die Präferenzen der Wählerschaft in den vier Wahlbezirken ab.
Außenminister Jean Asselborn (m.) kann im Süden mit 80 Prozent die höchsten Zustimmungswerte auf sich vereinen.Im Zentrum belegt Premier Xavier Bettel Platz eins mit 57 Prozent. Den größten Zugewinn verbucht allerdings Vize-Premier Etienne Schneider (l.).
CSV sucht den Bettel-Herausforderer
Vier Kandidaten gehen ins Rennen um die Aussicht auf eine Herausforderung von Premier Xavier Bettel bei den kommenden Wahlen. Was spricht für Wiseler, Reding, Frieden und Hansen? Was dagegen? Eine Übersicht.
Noch vor der Sommerpause will sich die CSV auf einen möglichen Spitzenkandidaten verständigen.
Eine Minderheit der Wähler glaubt an eine Neuauflage der Dreierkoalition. Laut dem jüngsten Politmonitor werden derzeit einer schwarz-grünen Koalition die meisten Chancen eingeräumt.
Geht es dem Wählerwillen nach, ist ein schwarz-grünes Tandem in Luxemburg nicht mehr ausgeschlossen.
Der Nationalvorstand der CSV hat am Dienstag vier Namen als mögliche Spitzenkandidaten für 2018 zurückbehalten. Dabei taucht mit Martine Hansen auch ein Name auf, den man bisher so nicht auf der Rechnung hatte.
Martine Hansen wurde neben drei anderen CSV-Politikern vom Nationalvorstand als mögliche Spitzenkandidatin vorgeschlagen.
CSV-Opposition in der Halbzeit
Zweieinhalb Jahre Blau-Rot-Grün bedeutet auch zweieinhalb Jahre CSV in der Opposition. Die Zwischenbilanz zeigt: Die Volkspartei weiß mit ihrem ungewohnten Oppositionsschicksal immer noch nicht viel anzufangen. Ein Kommentar von Christoph Bumb.
Die CSV lässt bisher viele Chancen zur Erneuerung und Profilierung in der Opposition ungenutzt.
CSV, LSAP und Grüne halten an diesem Wochenende ihre Parteitage ab. Die Christlich-Sozialen geben sich bei ihrem Kongress in Esch-Belval am Samstag ein neues Grundsatzprogramm. Die Delegierten befinden über mehr als 70 Änderungsanträge von der Basis.
Der CSV-Parteikongress stimmt über das neue Grundsatzprogramm ab.