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Claude Meisch: "Überschaubare" Infektionslage in den Schulen
Politik 1 10.07.2020

Claude Meisch: "Überschaubare" Infektionslage in den Schulen

Minister Claude Meisch will einem möglichen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in Luxemburg entgegenwirken.

Claude Meisch: "Überschaubare" Infektionslage in den Schulen

Minister Claude Meisch will einem möglichen Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in Luxemburg entgegenwirken.
Foto: SIP / Emmanuel Claude
Politik 1 10.07.2020

Claude Meisch: "Überschaubare" Infektionslage in den Schulen

Die Corona-Krise könnte junge Menschen besonders hart treffen. Der zuständige Minister erklärte in einer Pressekonferenz, welche Hilfsmaßnahmen die Regierung ergreifen will. Auch aktuelle Infektionsfälle kamen zur Sprache.

(jt) - Trotz weiter steigender Corona-Fallzahlen hält Bildungsminister Claude Meisch (DP) an seinem Konzept der Schulöffnungen fest. Es sei bislang keine einzige Infektion nachgewiesen, die im schulischen Kontext geschehen sei, sagte Meisch bei einer Pressekonferenz am Freitag. Nur ein geringer Teil der Schulen sei von Quarantänemaßnahmen betroffen. In 161 (von insgesamt 194, Anm.) Schulen im Land sei gar keine Infektion festgestellt worden.

Aktuell gebe es 30 aktive Infektionsfälle in Grundschulen und 30 in Lyzeen.  Zudem sei in einer Crèche eine Ansteckung einer Betreuungsperson nachgewiesen worden. 27 Schulklassen befanden sich mit Stand vom Freitag in Quarantäne. Meisch sprach am Freitag von einer "überschaubaren" Infektionslage im Bildungsbereich.

In Bezug auf einen drohenden Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit kündigte Meisch verschiedene Unterstützungsmaßnahmen an. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, die bei der Tripartite mit den Sozialpartnern festgehalten wurden. Jungen Menschen riet er, sich zu überlegen, ob man einer abgeschlossenen Ausbildung eventuell noch eine weitere hinzufügen wolle. "Es ist vielleicht besser, noch zwei Jahre in Ausbildung zu gehen als ein Jahr erfolglos einen Job zu suchen." 

Gewerkschaft lehnt Nachhilfekurse in den Schulen ab

Um eventuelle Wissenslücken zu schließen, können Schüler zwischen 29. August und 11. September freiwillig Nachhilfekurse in den Schulen besuchen. Die Kurse dauern jeweils zwei Stunden pro Tag. Vier Schüler pro Klasse und pro Hauptfach haben die Möglichkeit, an diesem Unterricht teilnehmen. Rund 75 Prozent der Schüler könnten theoretisch von diesem Angebot vor dem Schulbeginn profitieren, sagte Meisch.

Die Gewerkschaft SEW/OGBL ist von dieser Initiative allerdings nicht angetan und spricht von einer "Alibi-Maßnahme". Lernprobleme sollten in der regulären Unterrichtszeit aufgearbeitet werden und nicht während der Ferien.   Lehrer hätten zudem während der Krise bereits viele Überstunden geleistet und großen Einsatz gezeigt. Die Vorbereitung auf das kommende Schuljahr sei unter den aktuellen Umständen "nicht zu unterschätzen". 

Ticker-Nachlese: 

Video der Pressekonferenz:

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