Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Claude Meisch gibt Details zur Schulrentrée
Politik 3 Min. 04.09.2020

Claude Meisch gibt Details zur Schulrentrée

Die Schüler sollen unter so normalen Bedingungen wie nur möglich zur Schule gehen. Infektionsbedingte Quarantänen sollen so weit es geht, vermieden werden, damit nicht zu viel Unterrichtszeit verloren geht.

Claude Meisch gibt Details zur Schulrentrée

Die Schüler sollen unter so normalen Bedingungen wie nur möglich zur Schule gehen. Infektionsbedingte Quarantänen sollen so weit es geht, vermieden werden, damit nicht zu viel Unterrichtszeit verloren geht.
Foto: Lex Kleren
Politik 3 Min. 04.09.2020

Claude Meisch gibt Details zur Schulrentrée

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Welche Regeln müssen Schüler und Lehrer in den Schulen beachten? Wann gelten Maskenpflicht oder Abstandsregeln? Darüber gab Bildungsminister Claude Meisch am Freitag nach dem Ministerrat Auskunft.

Es wird keine normale Schulrentrée. Aber sie soll so normal wie möglich sein, dies bei größtmöglicher Sicherheit für alle Beteiligten. „Dieses Modell bietet maximale Chancen für Bildung und minimale Chancen für das Virus“, sagte Bildungsminister Claude Meisch (DP) am Freitag, als er nach dem Ministerrat sein Schulkonzept 2020/21 vorstellte. 


conférence de presse Summerschool 2020 - Claude Meisch ministre - Jeannot FÜRPASS Bourgmestre - Mondecange -  - 01/09/2020 - photo: claude piscitelli
"Summer School 2020": Corona-Nachhilfe gestartet
Die "Summer School" soll Schülern dabei helfen, Pandemie-bedingte Lernrückstände aufzuholen.

Das Stufenmodell (siehe unten) basiert auf den Erfahrungen des vergangenen Schuljahrs. Die Analyse habe gezeigt, dass die sanitären Maßnahmen zum Ende des Schuljahrs gegriffen hätten. Diese Regeln bleiben bestehen. Allerdings will man darüber hinaus mit differenzierten Maßnahmen auf spezifische Situationen reagieren. Tauchen in einer Schule oder in einer Betreuungsstruktur vermehrt Fälle auf, werden dort strengere Maßnahmen angeordnet. 

Testreihe vor Schulbeginn

Zum Start werden alle Lehrer und Schüler dazu aufgefordert, sich testen zu lassen. Während des Schuljahrs folgen gezielte Testreihen. Im Fokus stehen vor allem Familien mit Kindern, da laut dem Minister die meisten Ansteckungen erfahrungsgemäß im privaten Umfeld stattfinden, und infektionsreiche Schulen. Mobile Teststationen sollen es erlauben, in kurzer Zeit ganze Schulen durchzutesten. 

Für Bildungsminister Claude Meisch steht das Recht auf Bildung im Vordergrund, dies bei größtmöglicher Sicherheit.
Für Bildungsminister Claude Meisch steht das Recht auf Bildung im Vordergrund, dies bei größtmöglicher Sicherheit.
Foto: Chris Karaba

Normalität bedeutet, dass alle Fächer unterrichtet werden, die Schulkantinen wieder öffnen und die normalen Unterrichtszeiten gelten. Pädagogische Ausflüge und Klassenkolonien sind ebenfalls erlaubt. Die generelle Regel lautet: Mundschutzpflicht in den Bussen und in den Gebäuden. In der Klasse kann der Mundschutz abgelegt werden. Die Pausen bleiben zeitversetzt. 

In den Maisons relais werden die Gruppen auf 30 Kinder begrenzt. Es besteht keine Mundschutzpflicht beziehungsweise keine Distanzregel – es sei denn, man kommt mit Personen aus anderen Gruppen in Kontakt.

In den Schulkantinen gilt Mundschutzpflicht bis zum Tisch. An einem Tisch dürfen maximal zehn Personen sitzen. Selbstbedienung am Buffet ist verboten.

Im Secondaire haben Schulen die Möglichkeit, zusätzliche Maßnahmen einzuführen. Sie können die Mundschutzpflicht in den Klassen verordnen (außer in Prüfungssituationen) und entscheiden, in den oberen Klassen (ab 4e) einen Teil der Klasse via Livestream zu Hause zu unterrichten. Hintergrund sind die hohen Schülerzahlen pro Klasse in den oberen Klassen und die höhere Infektiosität von älteren Jugendlichen. In jeder Schule muss ein Lüftungskonzept umgesetzt werden, um Infektionen durch Aerosole zu vermeiden


IPO,PK Paulette Lenert, Claude Meisch. L'ecole face à la Covid 19. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Covid-Infektionen: Bericht über die Situation in den Schulen
Die Gesundheitsministerin Lenert und Bildungsminister Meisch stellen den Bericht über die Infektionen in Schulen vor und ziehen die ersten Schlüsse für den Schulanfang 2020.

Das Bildungsministerium startet eine Sensibilisierungskampagne bei Eltern, ihre Kinder nicht krank zur Schule zu schicken. Das Ministerium beschreibt mehrere Kategorien von Symptomen – leichte und schwerwiegende. Dies soll Eltern helfen, die Situation richtig einzuschätzen und entsprechend zu reagieren. Für Eltern, die ihre kranken Kinder zu Hause betreuen müssen, gilt der normale gesetzliche Sonderurlaub aus familiären Gründen

Transparenz und Kommunikation 

Die Koordinierung zwischen dem Bildungs- und dem Gesundheitsministerium wird verbessert. Zu diesem Zweck wird eine permanente Arbeitsgruppe mit Bildungs- und Gesundheitsexperten eingesetzt, die sich untereinander abstimmen. Die sanitären Maßnahmen fallen in den Zuständigkeitsbereich der Gesundheitsexperten, die pädagogischen in den der Bildungsexperten. Die Öffentlichkeit soll regelmäßig über die Situation in den Schulen informiert werden.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Claude Meisch: "Wie im Science-Fiction-Roman"
Am 4. Mai betreten die ersten Schüler nach sieben Wochen "Hausarrest" erstmals wieder ihre Schule. Doch nichts wird so sein, wie es mal war. Ein Interview mit Bildungsminister Claude Meisch (DP).
Ungewohntes Bild: Alle Schüler und Lehrer müssen mit dem Mundschutz zur Schule und dürfen ihn nur im Klassenraum ablegen. Das gilt für Grund- und Sekundarschüler.