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Chefredakter fir een Dag: Startschuss für den Werteunterricht
Politik 15.09.2016

Chefredakter fir een Dag: Startschuss für den Werteunterricht

In den Sekundarschulen ersetzt ab diesem Schuljahr der Werteunterricht den Religions- und Moralunterricht.

Chefredakter fir een Dag: Startschuss für den Werteunterricht

In den Sekundarschulen ersetzt ab diesem Schuljahr der Werteunterricht den Religions- und Moralunterricht.
Foto: Guy Jallay
Politik 15.09.2016

Chefredakter fir een Dag: Startschuss für den Werteunterricht

Michèle GANTENBEIN
Michèle GANTENBEIN
Im Secondaire fällt jetzt der Startschuss für den Werteunterricht, der den Religions- und Moralunterricht ersetzt. Im Fondamental wird das neue Fach 2017/18 eingeführt. Hier die wichtigsten Punkte im Überblick.

(mig) - Die wohl größte und auch umstrittenste Neuerung ist die Einführung des Werteunterrichts, der den Religions- und Moralunterricht ersetzt. Im Secondaire steht das neue Fach „Leben und Gesellschaft“ (Vie et société) bereits dieses Jahr auf dem Stundenplan.

  • Es handelt sich um ein Pflichtfach wie Mathematik, Deutsch oder Sport. Um den Stellenwert des Fachs hervorzuheben, erhält es den Koeffizienten 2, versetzungsrelevant ist es allerdings nicht.
  • Zur Weiterentwicklung der Lerninhalte und Lehrmaterialien wurde eine Programmkommission „Vie et société“ eingerichtet.
  • Unterrichtet wird das Fach in erster Linie von ehemaligen Religions- und Ethiklehrern. Um das Fach unterrichten zu dürfen, müssen sie eine 16-stündige Weiterbildung absolvieren. Die ersten von über 300 Lehrern haben im Juli mit der Fortbildung begonnen, während der ihnen die Struktur des neuen Fachs und die sechs Themenfelder nähergebracht werden.
  • Ein Teil der Lehrer wird ohne Fortbildung mit dem Unterricht beginnen. Ihre Fortbildung beginnt im Oktober, die letzten werden Anfang 2017 ihre Weiterbildung abschließen. Zuständig für die Weiterbildung ist das Institut de formation de l'éducation nationale (Ifen).
  • Im Fondamental wird das Fach erst 2017/18 eingeführt. Die zusätzliche Zeit gibt sich die Regierung, um die Personalfrage zu klären. Laut Konvention darf das Bistum weiterhin 40 vom Staat finanzierte Religionslehrer beschäftigen. Die anderen Lehrkräfte werden vom Staat übernommen und neuen Aufgaben zugeführt. 120 Lehrer erfüllen die Bedingungen, um im Fondamental als Chargé weiter zu unterrichten. 21 Religionslehrer erhalten andere Aufgaben im Bildungs- bzw. Betreuungsbereich.
  • Das neue Fach wird in erster Linie von diplomierten Lehrern unterrichtet, vorausgesetzt sie haben Interesse daran. Die 16-stündige obligatorische Fortbildung am Ifen beginnt im 2. Trimester dieses Schuljahres.

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