Wählen Sie Ihre Nachrichten​

CHDN: Keine dringenden Operationen bis Anfang Januar
Politik 15.12.2020 Aus unserem online-Archiv

CHDN: Keine dringenden Operationen bis Anfang Januar

Im Centre Hospitalier du Nord werden nicht dringende Operationen vorerst bis Anfang Januar verschoben.

CHDN: Keine dringenden Operationen bis Anfang Januar

Im Centre Hospitalier du Nord werden nicht dringende Operationen vorerst bis Anfang Januar verschoben.
Foto: LW-Archiv
Politik 15.12.2020 Aus unserem online-Archiv

CHDN: Keine dringenden Operationen bis Anfang Januar

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Weil das Centre hospitalier du Nord wegen der vielen Covid-Patienten überlastet ist, werden nicht dringende Operationen vorerst ausgesetzt. Das schreibt Gesundheitsministerin Paulette Lenert in ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage der CSV-Abgeordneten Martine Hansen.

Nachdem bekannt geworden war, dass im  Centre Hospitalier du Nord (CHdN)  Operationen verschoben werden mussten, weil das Krankenhaus wegen der vielen Corona-Patienten überlastet ist, wollte die CSV-Abgeordnete Martine Hansen weitere Details. In ihrer Antwort auf die parlamentarische Dringlichkeitsanfrage der Fraktionsvorsitzenden bestätigt  Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP), dass das Krankenhaus nicht dringende Operationen vorerst ausgesetzt hat, und zwar bis voraussichtlich Anfang Januar. Man wolle sich auf dringende chirurgische Eingriffe, die keinen Aufschub dulden, konzentrieren. Die Entscheidung wurde von der Krankenhausleitung und dem Conseil médical getroffen und mit der Cellule de crise abgesprochen. Die Maßnahme soll sicherstellen, dass einerseits genügend medizinisches Personal zur Verfügung steht, andererseits soll sie aber auch dazu beitragen, dass das Personal entlastet wird.


Die Armee hat am Freitag Empfangszelte vor dem Krankenhaus in Kirchberg aufgerichtet.
Krankenhäuser treffen Vorkehrungen
In und um die Spitäler in Luxemburg wird sich intensiv auf eine weitere Zunahme von Corona-Fällen vorbereitet. Interne Infektionscluster erschweren die Planung.

Ob ein Eingriff verschoben wird, entscheidet der Arzt nach Rücksprache mit dem Patienten. In der Woche zwischen dem 2. und dem 8. Dezember sei die chirurgische Aktivität im Vergleich zur Vorwoche 14,5 und 50 Prozent gesunken, schreibt die Gesundheitsministerin weiter.

Die Ursachen für die erforderlichen Verschiebungen seien vielfältig, heißt es weiter. Lenert nennt neben dem Personalmangel auch die Umstellung ganzer Stationen auf Covid-Betreuung. Laut der Ministerin gibt es aber auch externe Ursachen. Einige Patienten würden aus Angst, sich anzustecken, ihren OP-Termin selbst absagen. 

Fast 600 Mitarbeiter der Kliniken abwesend

Der Krankenstand ist in der Tat ein gravierendes Problem, mit dem sämtliche Kliniken zurzeit konfrontiert sind. So geht aus der Antwort auf die Dringlichkeitsfrage hervor, dass am 8. Dezember 586 Krankenhausmitarbeiter fehlten, sei es, weil sie selbst infiziert waren, sich in Quarantäne befanden,  Mutterschutz genießen, oder weil sie zur Gruppe der möglichen Risiko-Patienten gehören. Wo sich die infizierten Mitarbeiter angesteckt haben, lasse sich kaum ermitteln, so die Gesundheitsministerin abschließend.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Laut Gesundheitsministerin Paulette Lenert hätten die Krankenhäuser dank einer guten Organisation die Pandemiewelle gut bewältigt. Nun gelte es, die normale Aktivität wieder hoch zu fahren.
Coronavirus - Hôpital Kirchberg - COVID-19 - Notaufnahme Urgences  - Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Das Gesundheitssystem wird krisenbedingt neu organisiert - was das für Patienten, Ärzte und sämtliche Gesundheitsberufe bedeutet, erklärten am Montag Gesundheitsministerin Paulette Lenert und der neue nationale Koordinator Dr. Alain Schmit.
Lokales, CHEM, Centre François Baclesse, Krankenhaus, Urgences, Notaufnahme, Coronavirus, Covid-19, Centre Hospitalier Emile Mayrisch, Foto: Lex Kleren/Luxemburger Wort
Die Pläne der Gesundheitsministerin im Zusammenhang mit der Escher „Clinique Sainte-Marie“ haben ganz zu Recht Personal und Patienten auf den Plan gerufen. 2022 oder 2023 soll Schluss sein. Das sind drei bis vier Jahre später als ursprünglich angekündigt...