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Chaos Computer Club ist entsetzt über "Chamberleaks"
Politik 15.03.2018

Chaos Computer Club ist entsetzt über "Chamberleaks"

Das Leck erhitzt die Gemüter.

Chaos Computer Club ist entsetzt über "Chamberleaks"

Das Leck erhitzt die Gemüter.
Foto: LW-Archiv/Guy Jallay
Politik 15.03.2018

Chaos Computer Club ist entsetzt über "Chamberleaks"

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Dass die Chamber nach dem Daten-Leak ein Exempel statuieren will, ist für die Hacker-Vereinigung inakzeptabel. Man solle Verantwortung für Fehler übernehmen.

Vergangene Woche hatte eine informatische Panne im Parlament dafür gesorgt, dass man mit einfachsten Mitteln Daten vom Server des Parlaments downloaden konnte, die nicht für das breite Publikum gedacht sind. Darunter auch sicherheitsrelevante Informationen und Personalakten.

Das Parlament hatte eine gerichtliche Untersuchung veranlasst und das Dossier an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Man wolle "ein Exempel statuieren", hatte es geheißen.

Vehemente Reaktion


25.4.IPO / Xavier Bettel / Chamber / Etat de la Nation / nach dem Abruch / Plenarsaal / Plenarsaal  Foto:Guy Jallay
Datenleck im Parlament
Durch eine Panne waren mehrere tausend Dokumente der Chamber kurzzeitig zugänglich. Eine bekannte Sicherheitslücke des Servers war der Auslöser.

Das empört nun den Chaos Computer Club. In einer Mitteilung schreibt die Vereinigung, anstatt Anzeigen zu erstatten, solle man auf dem Krautmarkt eher Verantwortung für das Geschehene übernehmen. Das Parlament habe bei der Sicherung seiner Daten schlicht und einfach versagt und es sei erschreckend, wie einfach man an die Daten gelangen konnte. Wenn man nur durch einfaches Editieren von  Web-Links Zugriff die Dokumente erhalten habe, könne man nicht von einem Hackerangriff sprechen.


Chamber-Leaks größer als gedacht
Die Staatsanwaltschaft ist mit einer Klage wegen des Daten-Leaks auf der Webseite des Parlaments befasst worden. Zudem erweist sich, dass weit mehr Dokumente als gedacht "geleaked" wurden.

Zudem weist sich der  Chaos Computer Club erstaunt, dass sensible Datensätze auf einem öffentlichen Server abgespeichert waren und nicht auf einem Computer, der nur über das hauseigene Netz der Chamber zugänglich ist.

In diesem Sinn, sei es falsch "Exempel zu statuieren" und den Personen, die auf das Leck hinwiesen - darunter die Journalistenkollegen von Radio 100,7 - den Prozess machen zu wollen.


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