Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Velomobile können auf Luxemburgs Straßen betrieben werden
Politik 10.06.2021
Chambre des Députés

Velomobile können auf Luxemburgs Straßen betrieben werden

Das Podbike ist ein Elektro-Kabinenfahrrad.
Chambre des Députés

Velomobile können auf Luxemburgs Straßen betrieben werden

Das Podbike ist ein Elektro-Kabinenfahrrad.
Foto: Hersteller
Politik 10.06.2021
Chambre des Députés

Velomobile können auf Luxemburgs Straßen betrieben werden

Morgan KUNTZMANN
Morgan KUNTZMANN
Die Benutzung der Podbikes ist erlaubt, wie aus der Antwort Bauschs auf eine parlamentarische Frage des Abgeordneten Serge Wilmes hervorgeht.

Steigende Benzinpreise, mit Autos verstopfte Straßen, schlechte Luft und genervte Anwohner. Corona hat die Verkehrssituation weiter verschärft. Trotz gratis öffentlichem Transport ist das Auto in der individuellen Mobilität, aus Angst vor einer Ansteckung mit Corona, noch immer König. Doch jetzt könnte ein weiteres nachhaltiges Fortbewegungsmittel sich auf der Straße dazugesellen.

„Vor ein paar Jahren kamen neben dem klassischen Fahrrad, Hoverboards und Elektro-Tretroller als Fortbewegungsmittel hinzu. Die Benutzung musste gesetzlich geregelt werden. Nun könnten sogenannte Velomobile dazu kommen“, so der CSV-Abgeordnet Serge Wilmes bei seiner parlamentarischen Frage an den Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng). „Diese Velomobile, auch Podbikes genannt, sind Mischwesen aus Auto und Fahrrad. Im Endeffekt ist es ein Fahrrad mit einer Kabine“, so Bausch in seiner Antwort am Donnerstag. 

Dieses ungewöhnliche Fortbewegungsmittel kann sowohl mit Muskelkraft oder mit elektrischer Unterstützung betrieben werden. Der Fahrer ist durch eine geschlossene Verkleidung vor Fahrtwind und Regen geschützt. Wilmes wollte vom Mobilitätsminister wissen, welche Regeln für diese Fahrzeuge gelten. 

Gleiche Regeln

Laut Bausch gelten für Podbikes dieselben Regeln wie für Elektro-Fahrräder. Die Benutzung dieser sogenannten Velomobile sei derzeit nur dann auf Fahrradwegen erlaubt, wenn diese beim Treten nur bis maximal 25 km/h unterstützen. Diese dürfen somit auch auf normalen Straßen fahren und sind zulassungsfrei. 

„Komplizierter wird es, wenn diese Geschwindigkeit mithilfe der Elektrounterstützung überschritten wird. Sie gelten dann als Kleinkraftrad, müssten angemeldet werden, über ein Nummernschild verfügen und wären versicherungspflichtig. Dann können sie auch nicht mehr auf Fahrradwegen betrieben werden“, so Bausch. 


Ein neuer Bahnhof in Erpeldingen wird ein wichtiger Teil des künftigen öffentlichen Transports.
Neue Mobilitätsvisionen für die Nordstad
Die Nordstad soll zum drittgrößten Ballungsraum des Landes werden. Ein neues Mobilitätskonzept soll die notwendigen Perspektiven bieten.

Kategorisch zeigte sich Bausch bei der Benutzung dieses Fortbewegungsmittels in Fußgängerzonen. „Es ist undenkbar, dass solche Fahrzeuge, die über eine gewisse Breite verfügen, durch verkehrsberuhigte Zonen fahren.“ Weiterhin plädierte Bausch für den Ausbau von Fahrradwegen in Luxemburg. „Auch wenn diese Velomobil-Fahrzeuge nicht oder nur wenig genutzt werden, müssen die Fahrradwege breiter werden und am besten von der Fahrbahn und dem Gehweg baulich getrennt sein.“ Nur dann sei die Sicherheit der Menschen, die die Fahrradwege benutzen, gegeben.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Oft ist es der Preis, an dem der Kauf eines Elektrofahrzeuges trotz aller guten Absichten scheitert. Mit finanzieller Unterstützung will die Regierung diese Entscheidung nun versüßen.