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Belgisch-luxemburgische Militäreinheit frühestens 2028
Politik 2 Min. 08.07.2021
Chambre des Députés

Belgisch-luxemburgische Militäreinheit frühestens 2028

Belgische Quellen berichteten im Juni, dass die Aufklärungseinheit im Camp Lagland stationiert werden könnte.
Chambre des Députés

Belgisch-luxemburgische Militäreinheit frühestens 2028

Belgische Quellen berichteten im Juni, dass die Aufklärungseinheit im Camp Lagland stationiert werden könnte.
Marc Wilwert
Politik 2 Min. 08.07.2021
Chambre des Députés

Belgisch-luxemburgische Militäreinheit frühestens 2028

Morgan KUNTZMANN
Morgan KUNTZMANN
Sowohl die Armee als auch Cyberangriffe auf Krankenhäuser mithilfe von Erpressungstrojanern waren Thema im Parlament.

Mitte Juni wurde bekannt, dass Belgien und Luxemburg planen, ein gemeinsames Bodentruppenbataillon aufzustellen. Der ADR-Abgeordnete Fernand Kartheiser nutzte die parlamentarische Fragestunde, um von der Regierung mehr Details zu diesem Vorhaben zu kriegen. 

„Bisher ist geplant, eine gemeinsame Aufklärungseinheit aufzustellen“, so Verteidigungsminister François Bausch (Déi Gréng). Das Bataillon soll 500 bis 800 Mann stark sein. „Wir haben jedoch noch nicht alles im Detail besprochen“, mahnte Bausch am Donnerstag vor den Volksvertretern. Man sei bei diesem Projekt erst bei dem Anfangsstadium. 

Ende August werde beim Gäichel-Treffen zwischen den beiden Staaten ein Deklarationstext unterzeichnet. „Stichdatum zur Aufstellung des Aufklärungsbataillons ist für frühestens 2028 vorgesehen“, so Bausch. Die Aufstellung dieses Bataillon geschehe nach Empfehlung des Nordatlantikpakts und „könnte zur Glaubwürdigkeit Luxemburgs innerhalb der NATO beitragen“, erklärte Bausch den Hintergrund. 

Obwohl der Verbindungsoffizier, der für die gemeinsame Anschaffung des Militär-Transportflugzeugs A400M zuständig war, aus Brüssel zurückbeordert wurde, soll wieder ein Offizier versandt werden, um an der Machbarkeitsstudie mitzuarbeiten. 

Cyberangriffe auf Krankenhäuser 

„2020 gab es insgesamt 27 Cyber-Attacken auf den Krankenhaussektor in Frankreich und 40 in Deutschland“, stellte der Abgeordnete Marc Hansen (Déi Gréng) bei seiner erweiterten Frage an die Gesundheitsministerin fest. Die Cyber-Attacken hätten im Allgemeinen mit dem Anfang der Pandemie zugenommen, dies ließe sich auf den verstärkten Einsatz von Telearbeit zurückführen, was neue Möglichkeiten für Angriffe geschaffen habe. Krankenhäuser würden von Kriminellen aus verschiedenen Gründen verstärkt ins Visier genommen.


(FILES)This file photo illustration, shows a screen displaying the Darkside Onionsite address with a notice saying it could not be found, in Arlington, Virginia on May 14, 2021. - The FBI said on July 4, 2021 the "scale" of a major ransomware attack against a US IT company could mean investigators won't be able to work with every victim individually.  Hackers hit Kaseya, a firm that provides IT services to other companies, with a ransomware attack that could have targeted as many as 1,000 other businesses on Friday, just before the long holiday July 4 weekend in the United States. (Photo by OLIVIER DOULIERY / AFP)
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Cyberkriminelle passten sich schnell gesellschaftlichen Notlagen an und nutzen diese gekonnt für ihre Zwecke aus. „Die Krankenhäuser können nicht aufhören zu arbeiten und Zeit ist im Krankenhaus ein überlebenswichtiger Faktor“, so Hansen. Dies führe dazu, dass Krankenhäuser eher genötigt sind, die Lösegelder der eingesetzten Verschlüsselungstrojaner zu bezahlen, um wieder Zugriff auf die überlebenswichtigen Daten zu erhalten. Ein weiterer Faktor sei, dass Krankenhäuser eine ähnliche Cyber-Infrastruktur aufweisen wie mittlere Betriebe, was den Kriminellen das Eindringen vereinfache.

Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) sieht die IT-Sicherheit als eine wichtige Herausforderung an, gab sie in ihrer Antwort bekannt. Es gebe eine Cyberresilienz Strategie, die aus fünf Punkten bestehe: „Beim ersten Unterpunkt geht es darum, einen Kenntnisstand der Gefahren herzustellen. Nur wer die Gefahr überhaupt kennt, ist sich dieser bewusst“, so Lenert. 

Dazu kämen eine aktive Überwachung der IT-Systeme und eine Sensibilisierung des Personals. „Der vierte Strategiepunkt sieht ein aktives Suchen der Sicherheitslücken in den IT-Systemen der Krankenhäuser vor“, ging Lenert weiter auf die Frage ein. Zusätzlich soll die Ransomwareproblematik in das Bewusstsein der Führungsebene der Krankenhäuser Einzug erhalten.

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