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CGFP-Vorständekonferenz: Zwei Gründe zum Feiern
Politik 08.12.2014 Aus unserem online-Archiv

CGFP-Vorständekonferenz: Zwei Gründe zum Feiern

Einmal mehr hatte die CGFP ihre Führungskräfte mobilisiert.

CGFP-Vorständekonferenz: Zwei Gründe zum Feiern

Einmal mehr hatte die CGFP ihre Führungskräfte mobilisiert.
Chris Karaba
Politik 08.12.2014 Aus unserem online-Archiv

CGFP-Vorständekonferenz: Zwei Gründe zum Feiern

Bei der 48. Vorständekonferenz hatte die CGFP zwei Dinge zu feiern: die Zugeständnisse der Regierung und den 105. Geburtstag der Gewerkschaft.

(mig) - Lang und zäh waren die Verhandlungen zwischen der Vorgängerregierung und der Confédération générale de la fonction publique über die Beamtendienstrechtsreform. Für die Umsetzung ist allerdings nun eine andere Regierung zuständig.

Wie Schwarz-Rot bekam nun auch die Dreierkoalition die geballte Gewerkschaftskraft zu spüren. Zusammen mit dem OGBL und dem LCGB ist es der CGFP gelungen, die Regierung zu Zugeständnissen zu bewegen, u.a. im Zusammenhang mit der 0,5-Prozent-Abgabe, aus der eine zeitlich begrenzte Steuer geworden ist. Ein Zugeständnis gab es auch beim Trimestre de faveur, dessen Abschaffung um ein paar Monate verschoben wurde.

CGFP-Generalsekretär Romain Wolff ging in seiner Ansprache auf die Ereignisse der vergangenen Monate ein. Die gemeinsame Aktion sei ein Novum in der gewerkschaftlichen Geschichte Luxemburgs, meinte Wolff, der bedauerte, dass es so weit kommen musste. Er forderte die Regierung auf, den nun begonnenen Sozialdialog auch in den kommenden Jahren fortzuführen.

Die CGFP habe dem jetzt zustande gekommenen Abkommen aus drei Gründen zugestimmt, sagte der Generalsekretär der CGFP. Zum einen gebe es wesentliche Verbesserungen, u.a. in den Bereichen Sozialversicherung, Familie und Beschäftigung. Die Gewerkschaften würden in die Ausarbeitung der Steuerreform eingebunden. Außerdem habe die Regierung sich auf einen richtigen Sozialdialog mit den Arbeitnehmervertretern eingelassen. "Es hat sich etwas bewegt", sagte Wolff.

Er forderte, dass die zeitlich begrenzte 0,5-Prozent-Steuer auch mit den Arbeitgebervertretern am 22. Dezember thematisiert werde.

Wolff ging des Weiteren auf die Rolle der öffentlichen Angestellten - speziell in Zeiten von Sparmaßnahmen und einem rauer werdenden wirtschaftlichen Umfeld ein. Er sieht in einem gut funktionieren öffentlichen Dienst mit kurzen Verwaltungswegen einen nicht zu unterschätzenden Kompetitivitätsfaktor.

Präsident Emile Haag seinerseits zeigte sich erfreut, dass der Sozialdialog wieder funktioniere. Nur gemeinsam könne man sich gegen Angriffe auf Luxemburg im Stil von Luxleaks wirksam wehren.

Emile Haag, Dan Kersch und Romain Wolff (v.l.n.r.).
Emile Haag, Dan Kersch und Romain Wolff (v.l.n.r.).
Chris Karaba


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